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Technikerinnen gefordert

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Jenny Patrovsky (TSG Wehrheim) zeigt beim Werfertag in Niederselters einen tollen Wettkampf und kann am Ende als zweitbeste Frau im Feld mit 43,73 Metern eine neue persönliche Bestweite bejubeln. © Jens Priedemuth

Hochtaunus kreis (kie). So langsam nimmt die Freiluft-Saison bei den Leichtathleten Fahrt auf. Beim Werfertag der »LSG Goldener Grund« in Niederselters ging es traditionell um gute Weiten mit dem Diskus, der Kugel oder mit dem Hammer. Besonders die Technikerinnen im Trikot der TSG Wehrheim wollten nach der Rückkehr aus dem Trainingslager ein erstes Zeichen setzen.

Das gelang jedoch nur teilweise. Im Diskuswerfen der Frauen setzte sich Vanessa Wallisch (TSGW) mit ihrem ersten Wurf auf 42,42 Meter gleich an die Spitze des Feldes.

Toller Einstieg

Im vierten Durchgang flog die ein Kilogramm schwere Metallscheibe dann auf 44,21, ehe Wallisch mit ihrem letzten Wurf auf 45,22 Metern noch einen draufsetzte. »Das war ein toller Einstieg. Mit dieser Weite lässt sich arbeiten, zumal Vanessa im letzten Jahr auf lediglich 43,48 Meter kam«, freute sich ihr langjähriger Coach Adrian Ernst. Auch der zweite »Ernst-Schützling« im Feld der Frauen hatte den richtigen Dreh raus. Jenny Patrovsky machte den Doppelsieg für die Wehrheimer Technikerinnen klar. Sie hatte besonderen Grund zum Jubeln, bedeuteten die 43,73 Meter doch eine neue persönliche Bestweite. Vergessen sind auch die gesundheitlichen Probleme, die sie in der Vergangenheit oft ausgebremst hatten. Auf dem vierten Platz sortierte sich Jessica Penzlin (HTG Bad Homburg) ein, die 33,44 Meter markierte. Der erfahrenen Kurstädterin fehlten lediglich 14 Zentimeter zur Bronzemedaille, die dann an Britta Kebschull (LG Sieg) ging.

Beim Kugelstoßen gab Katharina Schiele (TSG Heilbronn) mit soliden 13,87 Metern den Ton an. Jessica Penzlin und Vanessa Wallisch zeigten beide 11,59 Meter. Penzlin hatte eine solide Serie mit gleich fünf Versuch jenseits der elf Meter. Ihr zweitbester Versuch krachte bei 11,46 Metern auf den Boden, damit hatte sie im direkten Vergleich die bessere Weite gegenüber Wallisch, bei der noch 10,77 Meter in die Wertung eingingen.

Überhaupt nicht in die Spur fand dagegen Milena Wepiwe (TSGW) beim Diskuswerfen der Altersklasse U18. Nach drei indiskutablen Versuchen, die ungültig waren oder gemacht wurden, nahm Coach Adrian Ernst die Kaderathletin aus dem Wettkampf. »Im Trainingslager lief es wirklich prima. Hier passte einfach gar nichts zusammen. Das ist mir ein Rätsel«, bilanzierte der etwas ratlose Trainer Adrian Ernst. Ganz anders war Wepiwe-Konkurrentin Curry Brown (Eintracht Frankfurt) drauf. Die ist sogar noch ein Jahr jünger als die Wehrheimerin, gewann den Wettkampf mit dem neuen »Hausrekord« von phantastischen 48,05 Metern und hakte damit problemlos die Norm (45,00 m) für die Jugend-EM in Jerusalem ab. Milena Arnold (TSGW) brachte als Zweite 31,17 Meter in die Wertung, blieb damit aber unter ihren Möglichkeiten. Einziger männlicher Taunus-Athlet in Niederselters war Markus Wagenleiter. Dem Zehnkämpfer im Trikot des Königsteiner LV reichten in der U20 beim Diskuswerfen 32,40 Meter zum Tagessieg. Mit der Kugel (11,45 m) wurde Wagenleiter Zweiter des Klassements.

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