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Traumstart mit Bestmarke

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Chefin im Ring - Milina Wepiwe (TSG Wehrheim) knackt mit 45,34 Metern erstmals die Norm für die U18-Europameisterschaft, holt sich den Hessenmeister-Titel und stellt auch noch zwei neue Kreisrekorde auf. © Jens Priedemuth

Hochtaunus (kie). Besser kann man eigentlich nicht in die Saison einsteigen. Milina Wepiwe (TSG Wehrheim) hatte bei den hessischen Winterwurf-Meisterschaften im HLV-Leistungszentrum an der Hahnstraße im Diskuswerfen den richtigen Dreh raus. Nach einem lockeren Einstieg zum Auftakt (37,09 Meter) passte es dann im zweiten Durchgang optimal. Das ein Kilogramm schwere Wurfgerät der U18-Athletin flog auf fantastische 45,34 Meter.

Damit ging der Titel in den Taunus und Milina knackte auch erstmals die Norm für die Jugend-Europameisterschaften Anfang Juli in Jerusalem, die bei glatten 45 Metern steht.

Zwei Kreisrekorde

Als »Bonus« kamen noch zwei neue Kreisrekorde hinzu. In ihrer Klasse (U18) verbesserte Wepiwe den eigenen Rekord aus dem Vorjahr um 1,41 Meter. Die Weite des Schützlings von Trainer Adrian Ernst war aber so gut, dass auch der Rekord in der älteren U20 fiel. Hier wurde die Uralt-Bestmarke von Stefanie Blecher (damals HTG Bad Homburg) aus dem Jahr 1992 um einen knappen halben Meter verbessert. Nach dem Topwurf war bei Milina dann die Spannung etwas raus. Es folgte noch ein Wurf sicher über 35 Meter sowie drei ungültige Versuche. Der zweite Platz in der HM-Wertung ging mit 44,05 Meter an Curly Brown (Eintracht Frankfurt), die sich noch im ersten Jahr der U18 befindet. Die Adlerträgerin, sie warf letztes Jahr bereits 45,20 Meter, dürfte auch zu den Hauptkonkurrentinnen von Milina beim Kampf um die zwei EM-Tickets gehören.

Nadjela Wepiwe (noch W15), die Jüngere der sportlichen Geschwister im TSG-Trikot, schnappte sich mit 32,81 Meter die Bronzemedaille. Sie hat in dieser Saison den Kreisrekord ihrer Schwester Milina im Visier, der bei 34,29 Metern notiert. Komplettiert wurde die Wehrheimer Truppe durch Milena Arnold, für die als Vierte 32,32 Meter notiert wurden.

Favoritensieg

Auch im Speerwerfen muss die Kreis-Statistik umgeschrieben werden. Nachdem es am letzten Wochenende für Fynn Lenzner (ebenfalls TSGW) bei den »Hessischen« in seiner Klasse überhaupt nicht rundlief, ging der U20er nun bei den Männern an den Start. Der Titel war hier quasi schon vorab vergeben, denn Robin Rieß (Eintracht Frankfurt/noch U23) wurde seiner Favoritenrolle vollauf gerecht und zeigte bei seinem Saisoneinstieg starke 62,19 Meter. Fynn stieg mit 49,38 Metern in den Wettbewerb ein und hatte sich am Ende des Vorkampfes auf 48,45 Meter verbessert. Im Finale folgte dann die Steigerung auf 56,58 Meter, womit der Hessenkader-Werfer die knapp 15 alte Kreisrekordmarke des Zehnkämpfer Andreas Wend (LC Steinbach/56,38 m) löschte. Trotz der guten Weite fehlten Lenzner noch knapp anderthalb Meter zur Norm (58,00 m) für die deutschen Winterwurf-Meisterschaften in Sindelfingen. Der TSGler darf aber aber trotzdem starten, da er von einer Sonderregel profitiert. Es werden nämlich auch die Vorjahres-Leistungen mit dem leichteren U18-Speer (700 Gramm) berücksichtigt - hier brachte Fynn 62,91 Meter in die Wertung.

Fomkurve steigt an

Ein heimisches Trio nahm bei den Frauen den Diskus in die Hand. Vanessa Wallisch (TSG Wehrheim) kratzte mit 43,97 Metern an der 44er Marke und zeigte in Sachen Konstanz gegenüber dem Test-Wettkampf letzte Woche eine Verbesserung in der Formkurve.

Die Weite reichte trotzdem leider nicht fürs Treppchen, denn Bronze ging mit guten 46,56 Metern an Lena Weinrauch (LAZ Bruchköbel), die noch der Jugend U20 angehört. Ihre Teamkollegin Katja Seng (ebenfalls U20) knackte mit hervorragenden 49,62 Metern erneut die Norm für die Nachwuchs-WM in Cali (Kolumbien).

Aufwärtstrend

Klar aufwärts geht es nach monatelangen Verletzungssorgen wieder bei Jenny Petrovsky (TSG Wehrheim), die sich als Fünfte (42,38 m) über eine neue Bestmarke freuen konnte.

Das Feld komplettierte aus lokaler Sicht Jessica Penzlin (HTG Bad Homburg/34,05 m) als Siebte.

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