Trennung auf freundschaftlicher Basis

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SCHOTTEN - (aw). Der Büdinger Fußball-Kreisoberligist KSV Eschenrod und Trainer Kai Möller beenden zu Saisonschluss ihre Zusammenarbeit, teilt Vorsitzender Marco Strauch Marco Strauch mit und legt großen Wert darauf, dass es eine "Trennung in aller Freundschaft ist". Der Verein, der nach der Corona-bedingten Saisonunterbrechung und zehn absolvierten Partien mit zehn Punkten auf Rang zwölf der Tabelle auszumachen ist, "möchte ab dem Sommer einen neuen Weg gehen und wieder mit einem Spielertrainer zusammenarbeiten".

Diese Entscheidung sei Kai Möller vor Weihnachten mitgeteilt worden. "Der Grund liegt definitiv nicht in der aktuellen Tabellenposition und auch nicht an der Arbeit des Trainers" so Marco Strauch. Jeder Verein könne sich einen Trainer wie Kai Möller eigentlich nur wünschen. "Neben seinem Trainerjob erledigt er auch viele organisatorische Dinge, die normalerweise am Spielausschuss oder anderen Vorstandsmitglieder hängen bleiben. Er hat Fahrten für die Mannschaft und Fans organisiert, Mannschaftsabende und war immer bereit den Verein auch bei Veranstaltungen zu unterstützen."

"Dem kann ich nur beipflichten" ergänzt Spielausschussvorsitzender Hartmut Maurer. "Wir hatten selten so eine gute Kameradschaft innerhalb der beiden Mannschaften, als in dieser nicht einfachen Zeit und das trotz der aktuellen Tabellensituation."

Personell ist der Klub aus dem Schottener Stadtteil nicht gerade auf Rosen gebettet. "Wir haben uns dazu entschieden, ab Sommer einen anderen Weg zu gehen, weil wir gerade in dieser Saison gemerkt haben, dass unser Kader zu dünn ist. Teilweise hatten wir zwölf Ausfälle an einem Spieltag. Das konnten wir nicht kompensieren und dies ist auch der Hauptgrund, dass wir nicht so viele Punkte erzielt haben, als wir uns das vor der Runde vorgestellt haben. Kai hat einen guten Job gemacht und ist ein super Typ, daher war es auch unwahrscheinlich schwer, ihm diese Entscheidung mitzuteilen. Er hat junge Spieler weiterentwickelt, die dadurch auch den Sprung in die 1. Mannschaft geschafft haben", stellt Strauch dem scheidenden Coach ein tolles Zeugnis aus. Ebenso habe beispielsweise Justin Lohrey in der letzten Runde unter Trainer Kai Möller seinen Durchbruch geschafft und 19 Tore in der Hinrunde erzielt, so Hartmut Mauer.

Natürlich hätte Möller auch gerne noch eine Saison unter "normalen Voraussetzungen" ohne die Pandemie-Problematik das Training geleitet, unterstreicht aber auch seinerseits die freundschaftliche Trennung: "Es war eine super Zeit als Trainer für mich bei meinem Heimatverein. Ich wünsche allen Spielern, Verantwortlichen und Fans für die Zukunft alles Gute und bedanke mich für die gute Zusammenarbeit der letzten zwei Jahre. Persönlich bin ich für die neue Saison offen für eine neue Herausforderung", so der DFB-Elite-Lizenzinhaber.

"Die ersten Gespräche mit potentiellen Kandidaten sind bereits absolviert, so dass wir sehr zuversichtlich sind, in Bälde einen neuen Spielertrainer zu präsentieren, damit wir dann in Kaderplanung für die nächste Runde gehen können", ist Marco Strauch guten Mutes.

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