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Überraschend eindeutig

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Falk Matern (links, SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach) versucht, Markus Wanzki (SG Eschbach/Wernborn) zu stoppen. Rechts SGWP-Torwart Patrick Wehner. © Gerhard Strohmann

Pfaffenwiesbach (hyn). Im Nachholspiel der Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus siegte die SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach im Nachbarschaftsderby gegen die SG Eschbach/Wernborn überraschend eindeutig mit 6:2 (3:1)-Toren und dürfte durch diesen Erfolg bei 14 Punkten Vorsprung auf den ersten gefährdeten Tabellenplatz den Klassenerhalt gesichert haben.

SG Wehrh./Pfaff. - SG Eschb./Wernb. 6:2

Eschbach/Wernborn ging bereits in der 3. Minute durch einen Kopfballtreffer von Patrick Gilles mit 1:0 in Front nachdem Philipp Brendel auf Markus Wanzki gelegt hatte und der mustergültig Gilles bediente.

Gästecoach Andreas Arr-You meinte:» Dieser Treffer ist eindeutig zu früh gefallen, jeder in meiner Mannschaft dachte jetzt, das Spiel läuft wie gewohnt, doch Pustekuchen, in der Folgezeit haben wir keinen einzigen Zweikampf mehr gewonnen, Wehrheim/Pfaffenwiesbach hat uns durch lange Bälle ausgehebelt, es war jetzt relativ einfach für die Hausherren.«

Bereits in der 12. Minute legte Bayram Akdag vor und der an diesem Nachmittag überragende Emrecan Pamukci glich zum 1:1 aus. Kurz darauf besaß Gilles nach einem »Chipball« eine sehr gute Möglichkeit, doch die Treffer fielen auf der Gegenseite. So legte Joshua Beck das Leder in die Schnittstelle und erneut Pamukci (25.) besorgte das erstmalige Führungstor der Hausherren, ehe Beck selbst (43.) aus zentraler Position zum 3:1-Pausenstand einschoss.

Nachdem Dennis Moldenhauer eine Riesenchance zum 2:3-Anschluss vergeben hatte, pfiff der Unparteiische (52.) einen Foulelfmeter, als Jannik Brinkmeier im Strafraum zu Fall gekommen war.

Arr-You sah diesen Strafstoß als fragwürdig an, während der Ex-Trainer der SGWP, Gregory Strohmann, der diesmal dem Kader angehörte, von einem klaren Elfmeter sprach. Arr-You präsentierte sich ziemlich »angefressen«, denn die Hausherren setzten zwei weitere Treffer drauf. So traf Pamukci mit seinem dritten Tagestreffer zum 5:1 ins lange Toreck (56.) und abermals Krawczyk verwandelte einen von Kai Schroers verursachten Handelfmeter (60.) und machte das halbe Dutzend voll.

Gregory Strohmann sprach nach dem Spiel »von einem hochverdienten Sieg, der auch noch höher hätte ausfallen können«, und lobte in höchsten Tönen Matchwinner Pamukci: »Der Junge hat momentan Ramadan und durfte bei dieser warmen Witterung nichts trinken, Chapeau.«

Den Schlusspunkt setzte in der 73. Minute Gilles, der einen Freistoß direkt zum 6:2 verwandelte. Danach konnten beide Kontrahenten nicht mehr allzu viel nachlegen, die Kräfte schwanden zusehends.

SGWP: Wehner; Lindner, Beck, Ketter, J. Selzer, Matern, Akdag, Brinkmeier, Krawzcyk, T. Selzer, Pamukci (Gräfe, Strohmann).

SGEW: Schneider; Körner, Gajic, Holzlehner, Moldenhauer, Wanzki, Brendel, Cakar, Gilles, Juric, Zimmermann (Schroers, Rückauf).

Tore: 0:1 Patrick Gilles (3.), 1:1, 2:1 beide Emrecan Pamukci (12., 25.), 3:1 Joshua Beck (43.), 4:1 Marcus Krawczyk (52./Foulelfmeter), 5:1 Pamukci (56.), 6:1 Krawczyk (60./Handelfmeter), 6:2 Gilles (73.).

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