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Überzeugende Startläuferin

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Hochtaunuskreis (kie). Das geht ja bestens los: Gleich den ersten Start für ihren neuen Verein Königsteiner LV absolvierte Lisa Oed im Nationaltrikot. Wegen ihrer guten Leistungen in der Cross-Saison 2021/22 (besonders bei den beiden Rennen in Darmstadt und Pforzheim) wurde Lisa vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (ADH) für die World University Championships (WUC) im Crosslauf nominiert.

Im portugiesischen Aveiro war die Medizin-Studentin der Uni Frankfurt in der Mixed-Staffel im Einsatz, die erstmals zum Wettkampfprogramm der Weltmeisterschaften gehörte. Die Viererteams (jeweils zwei Männer und Frauen) hatten zweimal 4000 Meter sowie zweimal 2000 Meter zu absolvieren. Oed, die auf der Bahn die Distanzen von 3000 Meter aufwärts bevorzugt, war die Startläuferin der deutschen Equipe. Mit 13:11 Minuten für die anspruchsvollen 4000 Meter machte die KLVlerin ihre Sache auf dem anspruchsvollen Rundkurs bestens, zumal Dauerregen und böiger Wind für echtes Crosswetter in der Stadt an der Atlantikküste sorgte.

Strammes Anfangstempo

Die angehende Ärztin erkämpfte für das deutsche Team bei einem strammen Anfangstempo eine gute Ausgangsposition und wechselte nach 13:11 Minuten (dies entspricht einem Durchschnitts-tempo von 3:18 Minuten pro Kilometer) auf Robert Baumann (Uni München), der dann 11:32 Minuten unterwegs war und zwei Konkurrenten auf seiner Etappe einsammelte. Auf den beiden Abschnitten über zwei Kilometer sicherten Jasmin Stahl (Uni Hannover/6:23 min.) und Tim Assmann (Uni Tübingen/5:34 min.) nach insgesamt 36:41 Minuten einen guten siebten Platz unter 13 gewerteten Teams. Die drei Top-Nationen an der Spitze trennten am Ende lediglich knapp 30 Sekunden. Frankreich setzte sich mit 35:02 Minuten gegen Großbritannien (35:23 Minuten) sowie die »Studis« aus Spanien (35:31 Minuten) durch.

Lisa Oed, die im Dezember auch bei der Cross-EM im irischen Dublin (in der Nachwuchsklasse U23) das deutsche Trikot trug, verzichtete komplett auf eine Hallensaison. Gerade auf den längeren Distanzen ist das Wettkampfangebot nicht üppig. Hinzu kommt, dass viele Runden mit engen Kurven und nicht immer gute Luft unter dem Hallendach das Laufen nicht zum reinen Vergnügen machen. Deshalb setzte der Schützling von Erfolgs-Coach Wolfgang Heinig, er trainiert auch die Hindernis-Spezialistin Gesa Felicitas Krause, voll auf eine intensive Vorbereitung auf die Freiluftsaison. Dafür ging es Anfang Januar ins dreiwöchige Höhen-Trainingslager nach Iten in Kenia.

Trainingslager in Kenia

»Das ist auch das zeitliche Maximum, das ich mit der Uni in Einklang bringen kann«, verriet die 22-jährige Medizin-studentin, die natürlich auch reichlich Fachliteratur dabei hatte, um zwischen den zwei täglichen Einheiten die Nase in die Bücher zu stecken.

Ach ja - das Top-Resultat bei der Studenten-WM aus deutscher Sicht war die Silbermedaille von Markus Görger (Uni Freiburg), der sich über die 10 000 Meter bei den Männern nach 28:07 Minuten lediglich Dismus Yeko aus Uganda geschlagen geben musste, der nur sieben Sekunden schneller auf der Strecke unterwegs war.

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