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Ulrich Müller ist neuer HTV-Präsident

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Das neu gewählte HTV-Präsidium bis 2024: Ehrenpräsident Rolf Dieter Beinhoff (von links), Elena Möller, Rainer Schremb, Uwe Grimm, Helmut Reith (Vorsitzender Turngau Feldberg), Heike Schnoor, Ulrich Müller, Dr. Katja Ferger, HTJ-Vorsitzende Annalena Mickel, Geschäftsführer Torsten Minninger und HTJ-Vorsitzende Christiane Schulmayer. © Red

Region (red). Der 42. Landesturntag des Hessischen Turnverbandes stand in der Fuldatalhalle in Malsfeld ganz im Zeichen der Wahlen und Satzungsänderungen.

Einstimmig wurde Ulrich Müller (Hanau) von den etwa 115 Delegierten zum neuen Präsidenten des Hessischen Turnverbandes gewählt.

Helmut Reith als Vize gewählt

Des Weiteren wurden sechs Vizepräsident/innen für zwei Jahre gewählt: Elena Möller (Frankfurt), Heike Schnoor (Bad Nauheim), Uwe Grimm (Mühltal), Helmut Reith (Vorsitzender Turngau Hochtaunus), Rainer Schremb (Marburg) und Dr. Katja Ferger (Hergenroth). Die Sportwissenschaftlerin Dr. Katja Ferger ist seit dem Wochenende neu im HTV-Team. Als ehemalige Turnerin und Sportwissenschaftlerin der Justus-Liebig-Universität Gießen bringt sie weitere fachliche Expertise in das Präsidium.

Bereits in der Eröffnungsrede betonte Müller: »Nie zuvor waren Sportverbände, ihre Köpfe und ihre Strukturen in der öffentlichen Wahrnehmung derart in der Kritik, wie in den vergangenen Monaten! Auch wenn sich diese Kritik erst einmal gegen die größeren internationalen und nationalen Sportorganisationen richtet, sehe ich aber auch bei uns dringenden Reformbedarf.«

Damit spielte Müller auf die geplanten Satzungsänderungen an. Mit wenigen Gegenstimmen und Enthaltungen beschloss das Plenum eine Neufassung der Satzung.

Präsidium verkleinern

Die offensichtlichste Satzungsänderung ist dabei die Verkleinerung des Präsidiums bei gleichzeitiger Abschaffung des Ressortprinzips. Mit dieser Änderung sollen die Stärken einzelner Präsidiumsmitglieder noch besser genutzt werden. Zudem wird die Arbeitsrealität im Präsidium der letzten Jahre festgehalten, die immer stärker prozess- und projektbezogen, aber immer weniger ressortbezogen ist. Verankert sind nun auch Legitimationen für virtuelle Sitzungen. Damit ist die digitale Teilhabe für Funktionsträger*innen nicht nur möglich, sondern auch rechtssicher.

Weiterhin wurden die Werte des Verbandes neu aufgenommen. Die Themen Prävention von Gewalt, insbesondere im Kindesalter, nachhaltiges Handeln und die Sicherung einer intakten Umwelt und Natur, Gleichstellung der Geschlechter sowie die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund werden nun ausführlicher und als gesamtverbandliche Aufgabe beschrieben. In diesem Zusammenhang wurde die Schiedsgerichtsordnung neu formuliert, um Sanktionen und Strafen rechtssicher zu gestalten.

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