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Viktoria Koletzko sprintet zur Favoritenrolle

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Die Schmitterin Viktoria Koletzko, sie startet für den Wiesbadener LV, holte sich beim »2. Frankfurter Winter-Cup« in sehr guten 7,52 Sekunden den Sieg über die 60 Meter. Damit ist sie die Top-Favoritin für die hessischen Meisterschaften kommendes Wochenende an gleicher Stelle. © Jens Priedemuth

Die Leichtathletin aus Schmitten gewinnt beim »Winter-Cup« über 60 Meter und ist nun Favoritin bei den kommenden hessischen Meisterschaften. Zwei Stabhochspringer sind nicht zufrieden.

Hochtaunuskreis (kie). Einen hervorragenden Start in die Hallen-Saison hatte beim »2. Frankfurter Winter-Cup« im Sportzentrum Kalbach Viktoria Koletzko. Die Schmittenerin in Diensten des Wiesbadener LV deutete bereits bei ihrem Vorlauf-Sieg über die 60 Meter in starken 7,55 Sekunden an, dass sie richtig gut drauf ist. Im Finale sollte es noch einen Tick schneller werden.

Koletzko musste jedoch eine Weile warten, ehe sie jubeln konnte. Der Einlauf war eine ziemlich enge Angelegenheit mit Zielfoto-Auswertung. Letztlich durfte Koletzko ganz oben aufs Siegertreppchen klettern und hatte sich in 7,52 Sekunden mit winzigen 0,01 Sekunden Vorsprung gegen Kathrin Grenda (LC Paderborn) durchgesetzt. Damit ist die schnelle Taunus-Sprinterin die ganz klare Favoritin auf den Hessen-Titel am nächsten Wochenende an gleicher Stelle.

Mit Gianina Gartmann (SSC Bad Sooden-Allendorf) war noch eine weitere Hochtaunus-Athletin im Finale dabei. Die Hürdenspezialistin aus Glashütten ist auch über die »flachen« 60 Meter schnell unterwegs, was sie als Dritte in 7,58 Sekunden belegte. In ihrer Parade-Disziplin, den 60 Meter Hürden, ließ die angehende Lehrerin mit starken 8,57 Sekunden Katharina Winkler (LG Erlangen/8,93 sec.) nicht den Hauch einer Chance. Ihren Medaillensatz komplettierte Gartmann dann noch mit 25,08 Sekunden auf der Hallenrunde.

Ein weiteres Taunusduell - zwischen Vanessa Grimm (Königsteiner LV) und Vanessa Wallisch (TSG Wehrheim) - fand jedoch nicht statt. Die TSG-Athletin musste ihren Start wegen einer Erkältung kurzfristig absagen. Olympia-Siebenkämpferin Grimm vom KLV hatte drei Versuche jenseits der 14 Meter, mit 14,31 Metern als Spitzenwert. Erwartungsgemäß war hier nur Nationalteam-Technikerin Julia Ritter (TV Wattenscheid) besser, die mit 17,66 Metern für eines der besten Resultate der Veranstaltung sorgte.

Keine starken Höhen seiner beiden Schützlinge sah Trainer Dietmar Porsch beim Springen mit dem Stab. Max Lehl (TSG Wehrheim) stieg bei 4,60 Meter in den Wettkampf ein, packte diese Höhe im zweiten Versuch, ehe dann bei 4,70 Meter Feierabend war. Das reichte für den Fünf-Meter-Springer dann auch zum Sieg. Denn Trainingspartner Gordon Porsch (Eintracht Frankfurt) hatte bei seiner Anfangshöhe (4,80 m) Probleme mit dem Anlauf und zeigte einen »Salto Nullo«. Die beiden ehemaligen Zehnkämpfer starteten dann noch über die 60 Meter Hürden und zeigten hier, dass sie diese technisch ebenfalls anspruchsvolle Disziplin nicht verlernt haben. Porsch erzielte 8,76 Sekunden (8.), Lehl wurde mit 8,98 Sekunden Neunter.

Mutiger Lauf

Auch beim Jugend-Nachwuchs gab es einen Sieg für die TSG Wehrheim. In einem schwach besetzten Feld über 800 Meter der U20 gewann Elias Klink in Abwesenheit der kompletten hessischen Mittelstrecken-Elite mit 2:08,60 Minuten. Altersklassenkollege Markus Wagenleitner (KLV) musste in Kalbach gleich viermal ran. Der Zehnkämpfer erzielte 8,74 Sekunden (4. über 60 Meter Hürden), 6,36 Meter (4. im Weitsprung), 10,72 Meter (4. mit der Kugel) sowie 1,75 Meter (2. im Hochsprung). Mia Haselhorst (KLV) schrammte als Vierte der U20 über 200 Meter mit 26,26 Sekunden um winzige 0,01 Sekunden am dritten Platz vorbei. Dafür klappte es über 60 Meter Hürden (8,87 sec.) mit Bronze.

Einen mutigen Lauf über 800 Meter zeigte Trevor Mutua (U18), führte der Wehrheimer das Feld über 800 Meter doch fast drei Runden lang an. Das war taktisch nicht so optimal, denn der Youngster wurde in der entscheidenden Phase durchgereicht und musste nach 2:14,12 Minuten mit dem sechsten Platz zufrieden sein.

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