1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

»Vogelwild«, aber erfolgreich

Erstellt: Aktualisiert:

Gronau . Klare Sache für die Fußballer des FC Neu-Anspach. Der heimische Gruppenligist gewann das Meisterschaftsspiel beim Tabellenvorletzten SV Gronau mit 6:3 (2:1) und bleibt nach dem Sieg weiter in der Spitzengruppe der Tabelle, während die Gronauer schon für die Kreisoberliga planen können.

SV Gronau - FC Neu-Anspach 3:6

Gleich nach dem Anpfiff übernahmen die Gäste aus dem Hintertaunus die Kontrolle über das Spiel. Mit schnellen Kurzpässen wurde die Defensive der Hausherren immer wieder in Verlegenheit gebracht. Folgerichtig kam der FC Neu-Anspach schon in der Anfangsphase zum Führungstreffer, so wie es Coach Jörg Loutchan vor dem Spiel erhofft hatte. Yassin Belfkih hatte mit feinem Füßchen den Ball in die Schnittstelle der Gronauer Abwehr auf Luca Calla gespielt, der allein vor dem Gronauer Torwart Maurice Gruchot mühelos zum 1:0 traf.

Der Gegentreffer zeigte Wirkung bei den Gastgebern, die in dieser Phase des Spiels nur mit einem Gewaltschuss durch Ajdin Maksumic aus 25 Metern gegen das Anspacher Lattenkreuz (21.) ein Ausrufezeichen setzen konnten. Da hatte FCNA-Keeper Mario Schreiber aber noch die Finger dran. Der verpasste Ausgleichtreffer sollte für die Elf aus der Wetterau Folgen haben. Die Gäste verstärkten daraufhin die Offensivbemühungen, machten weiter Druck auf das gegnerische Tor und wurden belohnt. FCNA-Stürmer Patrick Berschick spielte Neuzugang Maziar Namavizadeh ganz überlegt frei, der mit einem Lupfer über den gegnerischen Torwart zum 2:0 (28.) erfolgreich war.

Danach gab es weitere Torchancen für die von Jörg Loutchan trainierte Elf durch Namavizadeh nach Flanke von Celil Cetinkaya (30.) und Belfkih (35.), die aber am Gronauer Keeper scheiterten. Unverständlicherweise gaben die Loutchan-Schützlinge dann noch vor der Pause etwas die Zügel aus der Hand. Mit Folgen. SVG Stürmer Elvir Pintol erzielte mit einer Direktabnahme sprichwörtlich aus dem »Nichts« den Anschlusstreffer (42.).und führte so seine Mannschaft wieder ins Spiel.

Im zweiten Durchgang kam es dann zu einem »vogelwilden« Spiel ohne taktische Zwänge mit vielen Toren. Zunächst erhöhten die Gäste gegen indisponierte Gronauer auf 5:1 durch Max Lorenz mit Kopfball (47.), Namavizadeh mit Foulelfmeter (51.) und Belfkih nach Vorarbeit von Namavizadeh (52.).

Doch das war es noch nicht gewesen. Der Tabellenvorletzte kam noch einmal zurück und verkürzte durch Pintol (59.) und Ali El Fechtali durch Foulelfmeter (69) auf 3:5, die aber von der Sorglosigkeit der Anspacher in der Defensive profitierten. Doch Berschick setzte mit Kopfball zum 6:3 (82.).den erlösenden Schlusspunkt.

FCNA-Trainer Loutchan sagte nach dem Schlusspfiff: »Das war heute nicht seriös, was wir gespielt haben, das war vogelwild. Viele Möglichkeiten haben wir ausgelassen, das hätten wir alles ruhiger gestalten können. Trotzdem war es ein verdienter Sieg-0.

SV Gronau: Gruchot, Velagic, Opoku Appiah (62. Karic), Pierau, Lyzcarz, Yigin, Pintol, El Fechtali, Ivanov, Samoila, Maksumic.

FC Neu-Anspach: Schreiber, Cetinkaya (62. Coleman), van der Straeten, Akkus Rodriguez, Namavizadeh, Belfkih (68. Akil), Suarez, Berschick, Ruppe (70.Howie), Lorenz, Calla.

Tore: 0:1 Calla (15.), 0:2 Namavizadeh (28.). 1:2 Pintol (42.), 1:3 Lorenz (47.), 1:4 Namavizadeh (51./Elfmeter/.), 1:5 Belfkih (52.), 2:5 Pintol (59.), 3:5 El Fechtali (69./Elfmeter), 3:6 Berschick (82.) - Schiedsrichter: Dominik Bräunche (Wiesbaden) - Zuschauer : 50.

Auch interessant