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Volle Halle, keine Punkte

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Von: Ralf Waldschmidt

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Magnus Fredriksen (23, HSG Wetzlar) muss gegen Simen Schoenningsen (7, Bergischer HC) bei der 23:27-Niederlage einiges einstecken. © Jenniver Röczey

Wetzlar (ra). Handball-Bundesligist HSG Wetzlar hat mit der Rückkehr der Zuschauer eine bittere Niederlage kassiert. Vor fast 4000 Besuchern setzt es ein Heim-23:27 (12:13) gegen den Bergischen HC.

Die Erwartungshaltung war hoch, die Ansprüche an sich selbst als Überraschungstabellenfünfter der Handball-Bundesliga wohl auch. Die HSG Wetzlar hat zwei Wochen nach der unnötigen Niederlage beim TBV Lemgo Lippe auch das Heimspiel gegen den Bergischen HC mit 23:27 (12:13) verloren und droht damit ihre gute Platzierung schon an diesem Wochenende zu verlieren.

Fast 4000 Zuschauer fanden erstmals seit zwei Jahren wieder den Weg in die Buderus-Arena. Jubeln durfte am Ende aber die kleine Anhängerschar aus dem Oberbergischen. Verdient. Denn nachdem es die Mannschaft von Trainer Benjamin Matschke fahrlässigerweise nicht geschafft hatte, ihre 10:8-Führung (19.) bei zwei, drei 100-prozentigen freien Wurfchancen auf 12:8 oder 13:8 auszubauen, wendete der ohne den in Corona-Quarantäne befindlichen Trainer Sebastain Hinze angereiste Gast bis zum Pausen-13:12 das Blatt.

In der Folge hatte das Team um den sechsmal erfolgreichen Nationalmannschaft-Linkshänder David Schmidt das Momentum auf seiner Seite und fuhr über das 20:17 (45.) verdient mit dem 27:23 die beiden Auswärtspunkte ein. Herausragend beim Sieger war zudem Torhüter Christopher Rudek mit bärenstarken 17 Paraden.

Auf Wetzlarer Seite machte sich in Anbetracht der sträflich verpassten Möglichkeiten und vor den Augen der komplett anwesenden ukrainischen Handball-Nationalmannschaft Enttäuschung breit.

Die Halbspieler Lenny Rubin und Stefan Cavor waren ein Schatten ihrer selbst, die Deckung war zu stark damit beschäftigt, den Aktionsradius des starken Schweden Max Darj einzuengen. Beste Wetzlarer Werfer waren Magnus Fredriksen und Adam Nyfjäll mit jeweils vier Treffern.

Am kommenden Freitag steht für die HSG nun in Dutenhofen um 19.30 Uhr das Benefizspiel gegen die ukrainische Nationalmannschaft an.

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