Warum keine fünf Wechsel im Amateurfußball?

  • schließen

HOCHTAUNUS - (tig). Eine Frage treibt viele Amateur-Fußball-Trainer mit Blick auf die hohe Belastung durch Wochenspieltage um. Warum dürfen - analog zu den Profis - nicht fünf, sondern weiterhin nur drei Akteure ausgewechselt werden?

Diskutiert wurde diese Frage auch beim Hessischen Fußball-Verband (HFV) - im Sommer sowie kürzlich nach einer Anfrage von Dillenburgs Kreisfußballwart Martin Seidel. Die Antwort gibt HFV-Verbandsfußballwart Jürgen Radeck mit Verweis auf Paragraf 26c der HFV-Spielordnung: "Nicht jeder Verein hat einen üppigen Kader. Viele ziehen bereits vermehrt Akteure aus der Reserve hoch. Und wenn ein Spieler mehr als sechs Mal in der Ersten gespielt hat, kann er nicht mehr für die Zweite auflaufen. Mit mehr Wechseln und mehr eingesetzten Spielern in der Ersten würden die Reserven zusammenbrechen", so Radeck, der betont, dass in den vergangenen drei Jahren stetig mehr Teams während der Saison zurückgezogenen hätten. "Eine Änderung für einzelne Ligen ist nicht möglich. Wir müssen bei diesem Thema alle 32 hessischen Fußballkreise berücksichtigen. Und in manchen Gebieten sind die die Kader der Clubs sehr dünn."

Eine Änderung vor dem Re-Start sei daher ausgeschlossen. "Wir können die Spielordnung nicht in der laufenden Runde ändern. Aber zur neuen Saison ist das durchaus denkbar", so Radeck. Gleiches gelte für die Möglichkeit, künftig auch ab der Gruppenliga aufwärts Spieler ein- und wieder auswechseln zu dürfen.

Das könnte Sie auch interessieren