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Weltweit unterwegs

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Die Leichtathleten der TSG Wehrheim im Trainingslager in Italien. © Jens Priedemuth

Hochtaunuskreis (kie). Nachdem in den vergangenen beiden Jahren bei den Leichtathleten diverse Trainingslager wegen erheblicher Reisebeschränkungen der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen warenielen, ist in der Saison 2022 wieder ein wenig Normalität eingekehrt. Davon profitierten auch die Läufer. Springer und Werfer der TSG Wehrheim. Bereits Ende des letzten Jahres war »LA-Chefin« Anette Fröhlich in die Planung gegangen und hatte die Lage sondiert.

»Für uns war klar, dass wir nach den zwei Jahren Zwangspause nach Möglichkeit wieder an unseren Stammort Lido Adriano reisen wollten. Dort kennen wir das Hotel, die tolle Verpflegung und auch die örtlichen Gegebenheiten fürs Training. Das hat dann auch bestens geklappt. Ein wenig problematisch gestaltete sich die Planung der Anreise. In der Vergangenheit haben wir unser Team immer auf mehrere Kleinbusse verteilt. Aktuell ist der Markt für diese Fahrzeuge aber so gut wie leer oder einfach unbezahlbar. So haben wir uns diesmal für einen großen Reisebus entschieden, der dann während der zehn Tage vor Ort für uns zur Verfügung steht«, so Fröhlich, die den Trip für die knapp 30-köpfige Truppe organisierte.

Quasi weltweit verteilt sind die Leichtathletik-Asse des Königsteiner LV, die zum Teil schon mehrere Trainingslager hinter sich haben. So weilten die beiden Olympiastarterinnen Vanessa Grimm (Siebenkampf) und Maryse Luzolo (Weitsprung) bereits mehrere Wochen mit den entsprechenden Nationalkadern im südafrikanischen Stellenbosch. Ohne nennenswerte Zeitverschiebung konnte dort bei optimalen klimatischen Bedingungen richtig gut gearbeitet werden, während es in unseren Breitengraden empfindlich kalt und nass war. Das Duo hat mittlerweile schon wieder einen längeren Trainingsblock am Stützpunkt in Frankfurt absolviert. Während Sportsoldatin Maryse aktuell »tarngrün« trägt und bei der Bundeswehr einen Lehrgang absolviert, ist Vanessa schon wieder weiter gereist. Sie weilt mit ihrem langjährigen Trainer Philipp Schlesinger und der Siebenkampf-Nationalmannschaft zum Feinschliff im türkischen Belek. Für die Mehrkämpferinnen und Mehrkämpfer wird es bereits am zweiten Mai-Wochenende ernst, wenn beim »Stadtwerke Meeting« in Ratingen der erste von zwei Qualifikation-Wettkämpfen für die WM in Eugene und die Heim-EM in München steigt.

Langsprinter Okai Charles und die Gruppe von Bundestrainer Georg Schmidt drehen auf der Anlage in Frankfurt/Niederrad und im benachbarten Waldgelände ihre Runden. Gleiches trifft auch auf Hürden-Spezialistin Mia Haselhorst zu. Mittelstreckler Sven Wagner hat bereits einen langen Trainingsblock in Südafrika hinter sich. Momentan ist er zusammen mit Landestrainer Benjamin Stalf im spanischen Chiclana de la Frontera (Provinz Cadiz) auf der Jagd nach vielen harten und schnellen Trainings-Kilometern.

Auf Teneriffa

Mit von der Partie sind hier auch noch die KLVler Louis Buschbeck, Niklas Steffens (beide Mittelstrecke), Max Grabosch (Langstrecke) sowie Svenja Clemens (Langstrecke). Auch die schnellen deutschen Langsprinter um Fynn Kohlenbach (400 Meter) feilen in Costa de la luz unter der Sonne Spaniens an der Form für die ersten Bahnrennen im Mai.

Ebenfalls in Spanien, jedoch auf der Kanareninsel Teneriffa, bereitet sich Langhürden-Spezialist Lasse Schmidt auf die Saison vor. Dort ging auch eine kleine Sprinttruppe der TSG Friedrichsdorf um Coach Lars Kolbe in den Startblock.

Im kenianischen Hochland rund um die Läuferhochburg Iten spulte KLV-Neuzugang Lisa Oed unzählige Kilometer im dreistelligen Bereich ab. Nach der Rückkehr aus Ostafrika überprüfte die Medizin-Studentin erfolgreich ihre Form bei der Cross-WM (der Studenten) in Portugal und bei einem internationalen Straßenrennen im französischen Lille (der UA berichtete). Der nächste Flug ist bereits gebucht. Im US-Bundesstaat Colorado steht für Lisa in Boulder zusammen Hindernis-Spezialistin Gesa Felicitas Krause ein weiteres Höhen-Trainingslager auf dem Programm.

Bereits im Wettkampf-Modus sind die beiden KLV-Athletinnen Lara Kohlenbach und Anna Schösser, die ein Sport-Stipendium an US-Universitäten haben. Dort hat Anfang April schon die Freiluft-Saison mit den großen Vergleichs-Wettkämpfen zwischen den einzelnen Unis begonnen.

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