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»Wir versuchen, mutiger zu spielen«

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Hochtaunuskreis . Teil zwei des Gruppenliga-Checks der Hochtaunus-Vertreter in der Staffel Frankfurt West: Wie ist der aktuelle Stand bei den Fußballern des FSV Friedrichsdorf? Wo geht es in der am 6. März beginnenden Rest-Saison hin?

Was war: Die Saison 2016/17 schloss der FSV Friedrichsdorf als souveräner Kreisoberliga-Meister mit 19 Zählern Vorsprung auf den FV Stierstadt ab. In der Gruppenliga landete das Team von Trainer Metin Yildiz auf den Rängen 11 (2017/18), 5 (2018/19, 6 (2019/20, Abbruch nach 22 Spielen) und 4 (2020/21, Abbruch nach 12 Spielen). Aktuell ist der FSV Achter. »Das Verletzungspech hat uns in dieser Runde arg gebeutelt«, denkt Yildiz etwa an Kapitän Eric Bueno Oliva (Hüftprobleme). »Ob er sich noch mal rankämpfen kann, muss man abwarten«, sagt der Coach. Mit Adrian Bitiq fiel ein weiterer Eckpfeiler lange aus. Auch Marc Reichert und Denis Schaefer erwischte es. »Im Oktober standen wir ohne Stürmer da«, sagt Yildiz. Mit all jenen Ausfällen war dem Team einiges an Erfahrung und Qualität abgegangen.

Was sich im Winter geändert hat: Da der Kader extrem dünn war, sah sich Yildiz dazu gezwungen, personell nachzulegen. Nikolas Pauly (vormals TSV Vatanspor, Defensive) und Marko Mijajlovic (1. FC-TSG Königstein, Offensive), »zwei weitere junge Spieler, die haben uns auf Anhieb verstärkt«, freut sich Yildiz. Der von Ligakonkurrent SV Steinfurth gekommene Karim Zine (Defensive) brauche laut Coach »noch einen Moment«. Mit Mike Horn, Maxi Zymolka und Benjamin Celikci gibt’s zudem drei Rekonvaleszenten. Yildiz: »Stand jetzt bin ich zufrieden.«

Was schon gut läuft: Jene zwölf bis 14 Spieler, die in der Vorbereitungsphase stets dabei waren, befinden sich laut Yildiz »in gutem körperlichen Zustand«. Momentan hat das Team allerdings einen Corona-Fall. Ein weiterer Spieler weilt als Kontaktperson in Quarantäne. Ansonsten sind alle gesund. Yildiz: »Wir versuchen, mutiger zu spielen. Gleichzeitig kommt mehr und mehr Stabilität in die Defensive rein. So darf es weitergehen.«

Wo es noch klemmt: Feilen müsse man noch am direkten Zug zum Tor, am Willen, die Angriffszüge zu Ende zu spielen. »In puncto Geradlinigkeit können wir noch eine Schippe drauflegen«, hat der Coach beobachtet. In gewissen Situationen merke man der Mannschaft auch noch ihre Jugendlichkeit an, wie Yildiz ausgemacht hat: »Ab und an macht sich die fehlende Erfahrung bemerkbar. Das Gros meiner Spieler ist ja erst zwischen 20 und 25 Jahre alt. Da müssen wir uns manchmal noch etwas schlauer auf dem Platz anstellen.«

Wie es daheim, wie es in der Fremde läuft: In der Heimstatistik belegt der FSV mit 20 Punkten (6 Siege/2 Remis/2 Niederlagen) und 31:9 Toren Platz sechs. Auswärts stehen 12 Punkte (3/3/4), 15:20 Tore und Rang neun zu Buche. »Es spielt für uns durchaus eine Rolle, ob wir in gewohntem Ambiente zu Hause oder auf gewöhnungsbedürftigen Plätzen wie in Fechenheim ran müssen. In diesem Zusammenhang: Nach Beienheim und Fauerbach müssen wir auch noch...«

Wo es noch hingehen soll: Mit 32 Punkten auf dem Konto steht der FSV 22 Zähler hinter Primus SC Dortelweil. Zugleich trennen ihn 15 Punkte vom ersten Abstiegsplatz. »Es wird durchaus anspruchsvoll sein, die Jungs angesichts dieser Abstände fokussiert zu halten«, betont Yildiz, scheut aber davor zurück, die »goldene Ananas«, um die es für den FSV rein rechnerisch noch gehen dürfte, in den Mund nehmen. Vielmehr wolle er sein Team schon mit Blick auf 2022/23 »weiterentwickeln, wir wollen weitere Schritte nach vorn tun«. Zudem halte die aktuelle Runde noch Highlights bereit, etwa Ende März das Kreispokal-Halbfinale beim Rivalen Sportfreunde Friedrichsdorf.

Wie gespielt wurde: Spvgg Oberrad (Verbandsliga) - FSV 3:2, FSV - SC Hessen Dreieich (Hessenliga) 1:4, Germania Okriftel (Gruppenliga) - FSV 1:1, FSV - SG Oberliederbach (GL) 1:2, SV der Bosnier in Frankfurt (VL) - FSV 2:2, FSV - FC Oberstedten (KOL) heute, 19.30 Uhr, FSV - Makkabi Frankfurt (KOL) am 26. Februar (14.30 Uhr).

WOLFGANG BARDONG

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