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»Zwei gute Teams«

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Hochtaunuskreis (aro). Im Jahr 2022 haben beide Teams noch keinen Punkt abgegeben. Sechster gegen Dritter. Das Spitzenspiel des Usinger Landes in der Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus gibt es am Sonntag um 15 Uhr in Wernborn, wenn die SG Eschbach/Wernborn den FC Neu-Anspach II empfängt.

Beide Mannschaften wollen am Saisonende den dritten Platz erreichen und müssen dafür auf Sieg spielen. Im Gespräch mit dem UA blicken SG-Trainer Andreas Arr-You und FC-Interims-Coach Manuel Müller (er ersetzt zurzeit den erkrankten Martin Schmidt) auf die Erfolgsaussichten und die schwierigen Umstände im Vorfeld des spannenden Duells.

Beide Trainer waren am letzten Wochenende krankheitsbedingt nicht im Einsatz. Wie geht es Ihnen?

Andreas Arr-You: Ich werde offiziell bis Samstag in Quarantäne bleiben, aber wahrscheinlich schon am Freitag freigetestet sein. Danke an Tim Platt, der mich beim Training vertreten hatte. Ich hatte Symptome einer leichten Erkältung.

Manuel Müller: Martin Schmidt hat eine Erkältung und ist krankgeschrieben. Es geht ihm schon besser. Er muss sich aber schonen, weswegen ich auf seine Anfrage als Interims-Coach eingesprungen bin. Die Mannschaft hat genug Erfahrung und ist eine Einheit, die das auf die Reihe bekommt.

Beide Teams sind mit zwei Siegen ins Jahr 2022 gestartet. Warum setzen Sie sich am Sonntag durch und behalten ihre makellose Serie?

Arr-You: Wir waren schon im Hinspiel sehr nahe dran und haben ein gerechtes Unentschieden erreicht. Wir erwarten noch mehr, denn wir können und wir wollen das. Wir wollen auf dem Platz besser sein und gewinnen. Der Fokus liegt auf Rang drei. Das ist unser klares Rückrunden-Ziel. Mal sehen, was möglich ist. Ohne der SGK zu nahe zu treten, war das kein Gradmesser für uns. Wir wollen aber das Spiel gegen Anspach auch nicht zu hoch hängen. Denn es spielen noch alle Teams da vorne gegeneinander. Insofern hat das Ergebnis wenig Aussagekraft. Aber es ist ein interessantes Derby.

Müller: Wir erwarten ein sehr kampfbetontes Spiel. Darauf müssen wir uns einstellen. Eschbach/Wernborn lebt von mannschaftlicher Geschlossenheit. Wir sind fußballerisch überlegen und müssen uns mit unseren Tugenden durchsetzen. Das wird mental und physisch ein Duell auf Augenhöhe. Deswegen müssen wir unsere fußballerischen Vorteile nutzen und voll auf Sieg spielen. Wir wollen Dritter bleiben und müssen daher mindestens den Punkte-Abstand zu unserem Gegner halten.

Im Vorfeld gab es Personalprobleme und keine optimale Vorbereitung. Warum steckt Ihr Team die schwierigen Umstände besser weg als der Gegner?

Arr-You: Wir werden gegen einen vermeintlich besseren Gegner noch enger zusammenrücken. Bei uns hat die kleinere Gruppe mehr miteinander gearbeitet. Das können sie richtig gut, richtig miteinander umgehen und fokussiert sein. Da habe ich vollstes Vertrauen. Das haben sie immer gemacht, je enger es wurde. Im Übrigen ist unser Leader Patrick Gilles in überragender Form. Da macht es als Trainer richtig Spaß. Wir wollen noch weiter an unserer Defensive arbeiten. Tore schießen wir immer. Aber wir müssen auch mal 1:0 gewinnen. Wenn wir noch besser im Kollektiv Abwehrarbeit leisten, dann können wir uns auch in Topbegegnungen darauf verlassen. Die Mannschaft hat sich da stetig verbessert. Ich bin guten Mutes, dass wir mit gestärkter Defensive auch zu null spielen können.

Müller: Wir haben bereits gegen Oberursel und die DJK II gezeigt, dass wir mit dezimiertem Kader erfolgreich sein können. In dieser Woche sind einige Urlauber und Kranke wieder ins Training eingestiegen, sodass wir wieder aus dem Vollen schöpfen können im Gegensatz zu den ersten beiden Spielen. Wir stecken diese Handicaps ganz gut weg, denn wir hatten auch in der Hinrunde viele Ausfälle und trotzdem eine Serie geschafft. Das wirft uns nicht gleich um. Die Nachrücker, auch aus der A-Jugend, haben ihre Aufgaben genauso erfüllt wie gedacht. So haben wir ein relativ homogenes Team, in das sich jeder einfügt. Die A-Jugendlichen werden Schritt für Schritt an die Senioren herangeführt und integriert.

Wenn der Sechste gegen den Dritten antritt, ist das durchaus ein Spitzenspiel. Was muss Ihr Team zeigen, um als Spitzenteam aufzutreten?

Arr-You: Zunächst einmal gehört unser Gegner auf jeden Fall dazu. Neu-Anspach II ist eine gut ausgebildete, technisch versierte Mannschaft. Der Trainer hat sie taktisch gut eingestellt und hat eine Fußballidee mit Spielern, die in die Gruppenliga wollen. Das ist eine gute Grundlage für ein Spitzenteam. Unsere Spieler sind auch gut ausgebildet. Moldenhauer, Juric oder Hantschke habe ich auch in der Neu-Anspacher A-Jugend trainiert. Das wird ein gutes, ansehnliches Spiel von zwei technisch und taktisch guten Mannschaften. Der Rasenplatz an der Elfengrube in Wernborn wird nicht unbedingt unser Vorteil werden, denn wir haben auch erst einmal dort trainiert.

Müller: In Wernborn werden wir auf schwer bespielbarem Rasen antreten und müssen über 90 Minuten auf Augenhöhe den Kampf annehmen. Am Ende wollen wir aus unserer fußballerischen Qualität jenen Profit schlagen, mit dem wir als Sieger vom Platz gehen werden. Im richtigen Moment auf schwierigem Boden den technischen Vorteil nutzen und gegen einen robusten Gegner von der ersten bis zur 90. Minute körperlich voll dagegenhalten, so soll unsere Marschroute sein. Wir haben uns darauf eingerichtet, keinen Torjäger zu haben und die Treffer mit mannschaftlicher Geschlossenheit auf viele Schultern zu verteilen. Wir wollen mindestens einen Punkt holen und sind so selbstbewusst zu gewinnen, um den dritten Platz halten zu können.

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