Zwei weitere Jahre: Cimen bleibt Cheftrainer des FC Gießen

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GIESSEN - (rd). Daniyel Cimen bleibt für weitere zwei Jahre Cheftrainer des Fußball-Regionalligisten FC Gießen. Das gab Notvorstand Turgay Schmidt bei einer eigens anberaumten Pressekonferenz im VIP-Zelt des Waldstadions bekannt.

"Mein Vertrauen in die Arbeit von Turgay Schmidt ist so groß, dass ich um weitere zwei Jahre verlängert habe, weil ich das Potenzial in Gießen trotz der vielen Turbulenzen in meiner Amtszeit für außerordentlich halte", sagte der 36-jährige Ex-Profi, der sich damit bis zum 30. Juni 2023 an den FCG gebunden hat.

Der A-Lizenzinhaber entwickelt sich zum Dauerbrenner an der Seitenlinie, war er doch bereits beim Vorgängerverein SC Teutonia Watzenborn-Steinberg ab September 2017 in der Verantwortung, ehe die Fusion mit dem VfB 1900 im Juli 2018 den Startschuss für den FC Gießen gab. Cimen stieg gleich im ersten Jahr mit dem damals von Jörg Fischer initiierten Aushängeschild aus der Hessenliga in die Regionalliga auf.

Nach dem dank des Saison-Abbruchs erreichten Klassenerhalt, galt der "FC Gießen als Tabellenvorletzter noch im Oktober als ein sicherer Abstiegskandidat", wie sich Schmidt an seine Anfänge als Bestellung zum Notvorstand erinnerte. Danach habe zunächst, auch weil der gesamte Amateursport erst einmal auf Eis gelegt wurde, die Regionalligamannschaft und der Klassenerhalt derselben erste Priorität besessen. Um dieses Ziel zu erreichen, habe er in engem Austausch mit Cimen die "extern finanzierten sechs Neuzugänge im Winter realisieren können", die ein wichtiger Baustein für die aktuelle sportliche Situation seien.

Und die sieht trotz der 0:2-Niederlage gegen den SV Elversberg vom Mittwoch insbesondere dank einer Serie von zuvor sieben Spielen ohne Niederlage im Jahr 2021 mittlerweile deutlich besser aus, "auch wenn es bei dem eng zusammenliegenden Feld natürlich schnell einen Ausschlag nach oben, aber auch nach unten geben" könne, wie der Notvorstand analysierte, der aber gerade mit der Weiterverpflichtung des Ex-Frankfurters einen großen Schritt getan sieht, dass "wir auch in den nächsten Jahren Regionalligafußball in Gießen sehen können."

Insbesondere für die "vielen Fans" tue es ihm leid, dass die Mannschaft derzeit vor leeren Rängen spielen müsse. Und während Turgay Schmidt für die nächsten Wochen weitere Pressekonferenzen zur "finanziellen Entwicklung, der Jugend und der U 23" ankündigte, entschwand Daniyel Cimen ("über die Verträge mit den Co-Trainern wird demnächst gesprochen werden, ich habe ja auch erst gerade unterschrieben") dorthin, wo er am liebsten ist: auf den Trainingsplatz zur Mannschaft. Und am Samstag darf er dann auch wieder im Waldstadion gegen den FSV Frankfurt an der Linie stehen. Die Sperre vom Auftritt in Koblenz ist mit der Elversberg-Partie abgegolten.

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