1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Zwischen Zurückhaltung und Optimismus

Erstellt: Aktualisiert:

uaspor_0203_KOL2_030322_4c
Die Mannen des Tabellenvierten FC Neu-Anspach II freuen sich auf die Fortsetzung der Saison. © Gerhard Strohmann

Hochtaunuskreis (aro). Vor dem Start in die Restrunde der Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus 2021/2022 herrscht bei den vier Vertretern des Usinger Landes angesichts einer durchwachsenen Vorbereitung und einigen Baustellen weitgehend Zurückhaltung.

Der FC Neu-Anspach II ist froh über eine glänzende Vorrunde und möchte den vierten Tabellenplatz halten. Hierfür wird am Sonntag um 13 Uhr im Heimspiel gegen Eintracht Oberursel ein Auftaktsieg erwartet. Als Rangsechster hat die SG Eschbach/Wernborn bereits bewiesen, dass sie mit allen Spitzenteams mithalten kann. Mit einem Heimsieg am Sonntag um 15 Uhr in Eschbach gegen die SGK Bad Homburg soll der Weg geebnet werden, um noch einen oder zwei Plätze nach oben zu klettern. Nur einen Platz dahinter rangiert die SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach. In der Spielgemeinschaft möchte man gesichert in der Liga ohne Druck die Restrunde durchziehen. Der Fokus liegt auf dem Klassenerhalt der »Zweiten« in der A-Liga. Zum Auftakt am Sonntag um 15 Uhr in Pfaffenwiesbach gegen den Rangfünften FC Oberstedten wartet gleich eine Standortbestimmung, die etwas Zählbares bescheren soll. Als Vorletzter bangt die Usinger TSG II um den Klassenerhalt. Da kommt dem Gastspiel am Sonntag um 15 Uhr beim drei Punkte entfernten Abstiegskonkurrenten SV Seulberg viel Bedeutung zu.

Platz drei angreifen

FC Neu Anspach II: Trainer Martin Schmidt ist stolz auf seine Mannschaft, die trotz eines erheblichen Verletzungspechs mit der Unterstützung von zehn A-Jugend-Spielern als Tabellenvierter in die Winterpause ging. Der FC-Coach bilanziert sehr guten Fußball, aber das Fehlen eines Torjägers. Nach einer durchwachsenen Vorbereitung mit nicht perfekter Trainingsbeteiligung und nur zwei Testspielen fehle eine Standortbestimmung: »Wir müssen im Verlauf der ersten Spiele erst wieder reinkommen.« Unter diesen Umständen bleibe das Ziel, den vierten Platz zu halten. Um die Spannung zu halten und sich im Wettbewerb neue Ziele zu setzen, soll der vier Punkte entfernte dritte Platz, den derzeit die Spvgg 05/99 Bomber Bad Homburg einnimmt, angegriffen werden. Schmitt: »Das wäre überragend.« Zum Auftakt werden drei Punkte gegen Eintracht Oberursel eingeplant. Allerdings warnt der Übungsleiter vor den Gästen, die weit stärker seien als es ihr derzeitiger elfter Platz vorgaukele. »Das wird nicht einfach, aber wenn wir unsere Qualität auf den Platz bringen, sollten es drei Punkte sein.« Im übrigen blickt man beim FC Neu-Anspach bereits auf die kommende Saison und daher sollen die A-Jugendlichen Spielpraxis sammeln, um sich bereits für den Sommer zu integrieren. »Die Weiterentwicklung der Mannschaft gehört zu unserer Vereinsphilosophie und die Verbesserung der Chancenverwertung soll gelingen, damit wir nicht mehr bis zum Schlusspfiff zittern müssen«, sagt Schmidt.

SG Eschbach/Wernborn: Coach Andreas Arr-You blickt trotz weniger Testspiele auf eine sehr gute, intensive Vorbereitung mit gezielter Belastungssteuerung zurück. »Die haben alle Bock«, freut sich der SG-Coach angesichts von Training auf dem Hartplatz mit teilweise 30 Spielern aus zwei Mannschaften über eine tolle Mentalität.

Erfreuliche Fitness

Das beachtliche 3:3 im Testspiel beim Verbandsligisten VfB Ginsheim II deutete beachtliche Form und sehr erfreuliche Fitness an. Unter diesen Umständen will Arr-You mit einer guten Rückrunde »sehr viele Punkte holen« und nach Möglichkeit noch einen oder zwei Plätze in der Tabelle klettern. Darin läge für ihn auch eine Bestätigung der kontinuierlichen, ruhigen Vereinsarbeit. Es wäre Belohnung für eine engagierte Mannschaft. Mit drei Punkten zum Auftakt gegen die SGK Bad Homburg soll der Erfolgsweg fortgesetzt werden.

SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach: Bei der SG blicken die Trainer Tobias Ketter und Torben Selzer auf eine Vorbereitung voller Hindernisse. Corona-Fälle und Verletzungen brachten eine noch ausbaufähige Trainingsbeteiligung und nach kurzfristigen Corona-Absagen nur zwei Testspiele gegen starke Gegner, die unter diesen Umständen gut bestritten worden seien, Die Vorbereitung habe einer »Wundertüte« geglichen, sodass eine Standortbestimmung schwer falle. Mit einer klaren Spielidee und bis zum Re-Start hoffentlich kompletten Kader soll ohne Druck ein gesicherter Platz in der Liga erreicht werden. Zudem soll möglichst die zweite Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt in der A-Liga unterstützt werden. Große Hoffnungen setzt die SG in den eigenen Nachwuchs aus der A-Jugend, der bis zum Sommer an die Senioren herangeführt werden soll. Den ersten Liga-Gegner FC Oberstedten zählt man zu den Größen der Liga, gegen den der Heimvorteil genutzt und das eigene Spiel nach vorne durchgesetzt werden soll. »Trotz individueller Klasse des Gegners wollen wir unsere eigene Qualität ins Spiel bringen und punkten«, so Ketter.

Pleite wettmachen

Usinger TSG II: Auch UTSG-Trainer Rainer Birkenfeld beklagt ebenfalls fehlende Kontinuität in der Vorbereitung und negative Einflüsse von außen angesichts von Corona und zahlreichen Studenten im Team: »Es fehlt der Konkurrenzkampf.« Trotz zufriedenstellender Fitness fehlten zuletzt in den Testspielen »die Körner«, um das Spiel erfolgreich über die Zeit zu bringen. Zu viel Fluktuation im Training und mangelnde Erfahrung seien mitverantwortlich für die späten Gegentore. »Uns fehlen fünf bis sechs Punkte«, rechnete der UTSG-Coach vor. Seine Jungs wollten einfach nur Fußball spielen, erläuterte Birkenfeld das Defizit an Kaltschnäuzigkeit. Im Sechs-Punkte-Spiel in Seulberg hofft der Usinger Übungsleiter auf Revanche für die derbe 1:5-Hinspiel-Pleite. »Wir versuchen alles, um zu gewinnen und mit Seulberg nach Punkten gleich zu ziehen.« Da das UTSG-Gruppenliga-Team spielfrei ist, bestehen zusätzliche personelle Alternativen.

Auch interessant