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Abstiegskampf droht

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(sid). Angelique Kerber kämpfte vergeblich, Laura Siegemund war chancenlos - und so blieb Kapitän Rainer Schüttler nur die Hoffnung auf ein kleines Tenniswunder. Und die ist nicht sonderlich groß im deutschen Team. »Es wird nicht einfach, jetzt müssen wir alle drei Matches gewinnen«, sagte der Ex-Profi nach dem erfolglosen ersten Spieltag der kniffligen Auswärtstour nach Nur-Sultan.

Beim Stand von 0:2 braucht die deutsche Mannschaft gegen die Kasachinnen heute (ab 10 Uhr MESZ) eine gewaltige Steigerung und zwei Überraschungen, um doch noch das Finalturnier des Billie-Jean-King-Cups zu erreichen. Wahrscheinlicher sind die Playoffs - und dort droht im November der Absturz in die Zweitklassigkeit.

Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Kerber hatte die Chance auf eine bessere Ausgangsposition vergeben, nach gutem Start unterlag sie auf dem ungeliebten Sandplatz der variablen Julija Putinzewa 6:3, 3:6, 2:6. Zwar stemmte sie sich gegen die Niederlage, doch nach einer Corona-Pause in der Vorbereitung und einem schwachen Frühjahr ist Kerber (34) noch weit von ihrer Bestform entfernt.

Das gilt auch für Laura Siegemund (34), der nach einer Knie-OP die Spielpraxis fehlt. Das Selbstvertrauen ist nach zwei Titeln im Doppel zurück, doch die kasachische Spitzenspielerin Elena Rybakina war beim 0:6, 1:6 mehr als nur eine Nummer zu groß. Die Weltranglisten-19. ist auch am Samstagmorgen gegen Kerber klare Favoritin und kann das Duell bereits entscheiden.

»Das erste Match auf Sand ist für mich nie einfach«, sagte Kerber, die zwar »enttäuscht« war, aber versuchte, »das Positive« mitzunehmen: »Ich habe alles gegeben, und Sand ist nicht mein Lieblingsbelag.« Gegen Rybakina hoffe sie, sich »besser und wohler« zu fühlen. »Es wird ein komplett anderes Match, sie spielt sehr schnell und hat einen guten Aufschlag.«

Siegemund bescheinigte Rybakina »Top-10-Niveau«, sie habe »unglaublich gut gespielt und mich überrollt. Wenn sie vorne wegläuft, spielt sie besser und besser.«

Das gilt es für Kerber zu verhindern, sonst besitzen das zweite Einzel und das abschließende Doppel am Samstag sportlich keinen Wert mehr. Und statt dem angepeilten Finalturnier heißt es im Herbst: Abstiegskampf.

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