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Acht Tote bei Afrika-Cup

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Bei einer Massenpanik vor dem Viertelfinale zwischen Kamerun und den Komoren sterben acht Menschen, überdies sind 38 Verletzte zu beklagen. © DPA

(sid). Der Tod von mindestens acht Menschen bei einer Massenpanik hat den Einzug von Gastgeber Kamerun ins Viertelfinale des Afrika-Cups überschattet. Bei dem Unglück am Montagabend in der Hauptstadt Jaunde wurden nach Angaben der Regierung zudem 38 Menschen verletzt, sieben von ihnen schwer. Präsident Paul Biya ordnete eine Untersuchung des Unglücks an.

Die Panik soll vor dem Südeingang des Olembe-Stadions vor dem Achtelfinale des Gastgebers gegen die Komoren (2:1) ausgelöst worden sein, nachdem Fans ohne Eintrittskarten versucht hatten, ins Stadion zu gelangen.

Das Ministerium erklärte, die Opfer seien »sofort« in Krankenwagen abtransportiert worden, aber »starker Verkehr verlangsamte den Transport«. Der afrikanische Kontinentalverband CAF teilte mit, er untersuche die Situation und versuche, mehr Details über die Geschehnisse zu erfahren.

»Wir müssen eine Kommission einsetzen, um sofort zu untersuchen, was passiert ist«, sagte CAF-Präsident Patrice Motsepe am Dienstag: »Und wer was hätte tun sollen und wer es nicht getan hat, wer Verpflichtungen nicht erfüllt hat. Und wir wollen ihren Bericht bis Freitag.« Zudem kündigte Motsepe an, dass das für Sonntag im Olembe-Stadion geplante Viertelfinale verlegt wird, die Partie wird in einem anderen Stadion der Hauptstadt Jaunde ausgetragen,

Kamerun sollte bereits 2019 den afrikanischen Nationen-Pokal ausrichten, die Veranstaltung wurde jedoch kurzfristig nach Ägypten verlegt. Die CAF hatte dies mit Verzögerungen beim Bau von Stadien und Infrastrukturprojekten sowie mit Sicherheitsmängeln begründet. Das Olembe-Stadion mit einer Kapazität von 60 000 Plätzen war eigens für den Afrika-Cup gebaut worden. Wegen Corona wurde die Zuschauerkapazität reduziert.

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