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Alle Jahre wieder

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(sid). Alle Jahre wieder das alte Leid bei Bayer Leverkusen: Wenn es läuft beim Werksklub, dann brillieren die Bayer-Asse mit einem Offensiv-Feuerwerk, das die Fußball-Genießer mit der Zunge schnalzen lässt. Aber genauso schnell kann es auch in die andere Richtung gehen.

Zuletzt wieder, denn Bayer verlor in der Europa League mit einer B-Elf bei Tabellenschlusslicht Ferencvaros Budapest mit 0:1 und verspielte vergangenen Sonntag einen 2:0-Vorsprung bei Eintracht Frankfurt und ging 2:5 unter.

Am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) im Verfolgerduell gegen die TSG Hoffenheim will Bayer den derzeitigen Negativtrend stoppen. Nationalspieler Florian Wirtz kann mit 18 Jahren und 226 Tagen zum jüngsten Spieler mit 50 Einsätzen im Fußball-Oberhaus avancieren.

Trainer Gerardo Seoane hofft darauf, dass sein Team im Vergleich zum Frankfurt-Spiel wieder ein anderes Gesicht zeigen wird. »Es ist nichts anderes als normal, dass Höhen und Tiefen dazugehören. Der Durchschnitt muss stimmen - und der stimmt«, meinte der Schweizer am Dienstag.

»Vielleicht hat uns das 2:0 nicht gutgetan, das wir dann etwas zu weich geworden sind«, hatte am Sonntag Kapitän und Torwart Lukas Hradecky bei Sky konstatiert. Und dann stellte der finnische Nationalkeeper die Gretchenfrage: »Jeder muss sich fragen, ob er wirklich gewinnen wollte. Und ich glaube, das war nicht der Fall.« Man müsse »aggressiv sein, um das Glück auf seiner Seite zu haben. Das hat bei uns gefehlt«, analysierte Hradecky.

Ein Umstand, der nicht neu ist. So verzweifelte auch Ex-Coach Peter Bosz an der fehlenden Konstanz seines Teams. Nach gut zweieinhalb Jahren war der Niederländer mit seinem Latein am Ende. Auch Interims-Coach Hannes Wolf hatte seine liebe Müh und Not mit diesem Bayer-Phänomen.

Und der neue Chefcoach Seoane musste auch erkennen, dass es ein langer Weg ist, um Bayer titelreif zu machen. Der Schweizer Fußballlehrer analysierte zuletzt bei Sky: »Wir stellen uns andere Fragen, zum Beispiel, was es braucht, um sich weiterzuentwickeln. Es braucht Erfahrung und Spieler auf internationalem Niveau, aber auch eine gewisse Konstanz im Kader.« Er fordert Geduld, Zeit zum Reifen: »Dann können wir uns noch besser einspielen und oben angreifen.«

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