1. Startseite
  2. Sport
  3. Sportmix

Auf eigene Stärke vertrauen

Erstellt: Aktualisiert:

imago1007903459h_090322_4c
Filip Kostic ist überzeugt davon, dass er mit Eintracht Frankfurt in der Europa League die Aufgabe Betis Sevilla meistert. © IMAGO

Eintracht Frankfurt ist in der Europa League in dieser Saison noch ungeschlagen. Daran soll sich auch im Achtelfinale gegen Betis Sevilla nichts ändern. Die Zuversicht bei den Hessen ist groß - zumal sie wieder auf die Unterstützung ihrer Fans bauen können.

Oliver Glasner stand die Vorfreude auf die Rückkehr mit Eintracht Frankfurt in die Wohlfühloase Europa League nach dreimonatiger Pause ins Gesicht geschrieben. »Die Europa League ist etwas ganz Spezielles für den Club und die Stadt. Frankfurt liebt die Europa League. Diese Euphorie steckt auch an. Ich bin da wie ein kleines Kind und freue mich wahnsinnig, dass ich das hautnah miterleben darf. Ich werde den Abend genießen«, sagte der Trainer des hessischen Fußball-Bundesligisten vor dem Hinspiel im Achtelfinale bei Betis Sevilla an diesem Mittwoch (18.45 Uhr/RTL+) und betonte: »Bei allem Respekt, den wir haben, zählt für uns nur das Weiterkommen. Dafür wollen wir die Basis legen.«

Beim Abschlusstraining am Dienstagmittag in Frankfurt hatte der 47 Jahre alte Österreicher seine Mannschaft noch einmal auf die Mission in Sevilla eingeschworen. Diese soll nur eine Durchgangsstation auf dem geliebten Europa-Trip sein. »Wir sind rechtzeitig wieder in Schuss. Wenn wir am Donnerstag heimfliegen, wollen wir sagen können: Wir haben ein geiles Spiel gemacht«, rief Glasner den Profis zu.

Beflügelt durch das jüngste 4:1 bei Hertha BSC machte sich der Eintracht-Tross danach zuversichtlich auf den Weg nach Andalusien. Dort erwartet die Hessen eine schwere Aufgabe. Denn Betis Sevilla spielt in der spanischen La Liga eine starke Saison und belegt derzeit den fünften Platz. Zudem steht der 1907 gegründete Traditionsverein im Pokalfinale. »Betis ist eine sehr, sehr gute Mannschaft mit sehr guten Fußballern«, warnte Glasner vor einer Unterschätzung des Gegners.

Der steht in der Heimat zwar im Schatten des großen Stadtrivalen FC Sevilla - und natürlich der großen Drei im spanischen Fußball: Real Madrid, FC Barcelona und Atlético Madrid, gegen das die Generalprobe am vergangenen Sonntag mit 1:3 verloren ging. Dennoch ist der Respekt bei den Frankfurtern groß. »Sie sind spielerisch stark und haben viele Topspieler. Wir müssen alles abrufen, um eine Runde weiterzukommen«, sagte Sebastian Rode.

Der Mittelfeldspieler war nach überstandener Bauchmuskelverletzung wie der zuletzt angeschlagene Danny da Costa mit an Bord, als der Flieger am Dienstagnachmittag gen Sevilla abhob. Bis auf den gelbgesperrten Stürmer Gonçalo Paciência steht Glasner das stärkste Aufgebot zur Verfügung.

Der Schlüssel zum Erfolg sei eine »sehr kompakte Defensive«, betonte der Eintracht-Trainer nach der Ankunft am Dienstagabend. Es gebe daher die eine oder andere Überlegung, die Mannschaft nicht so offensiv aufzustellen wie zuletzt in Berlin. Generell gelte: »Wir müssen immer wachsam sein, wenn Betis den Ball hat.« Torwart Kevin Trapp gab die Marschroute vor: »Wir müssen versuchen, so wenig wie möglich zuzulassen, um dann als Sieger vom Platz zu gehen.«

Auf ihn und seine Vorderleute wartet eine heiße Atmosphäre, gibt es für Fußballspiele in Spanien doch längst keine Corona-Beschränkungen mehr. 60 000 Zuschauer könnten somit im Estadio Benito Villamarín dabei sein, darunter einige Tausend Eintracht-Anhänger. »Es ist kein Geheimnis, dass unsere Fans sehr, sehr wichtig für uns sind. Deshalb bin ich glücklich, dass wir sie in Sevilla hinter uns haben werden«, sagte Flügelflitzer Filip Kostic und versprach: »Wir packen das!«

Auch interessant