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Aus für Grammozis

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Das Heim-3:4 gegen Rostock ist das letzte Spiel für Dimitrios Grammozis als Trainer des FC Schalke 04. © DPA

(dpa). Werder Bremen kommt dem Aufstieg in die Fußball-Bundesliga immer näher - für den Hamburger SV und FC Schalke 04 sieht es dagegen wieder schlechter aus. In Gelsenkirchen sogar so sehr, dass am Sonntag die Trennung von Trainer Dimitrios Grammozis bekanntgegeben wurde. Nach dem 2:1 der Bremer am Sonntag gegen Dynamo Dresden beträgt der Rückstand des HSV und der Schalker auf den Relegationsplatz drei der 2.

Liga bereits sechs Punkte.

Zweiter bleibt der SV Darmstadt 98, der am Freitag mit 3:2 gegen den SC Paderborn gewann, vor Hamburgs Stadtrivalen FC St. Pauli, der am Samstag mit 3:1 gegen den Karlsruher SC siegte. Durch das 2:1 gegen den HSV kletterte der 1. FC Nürnberg auf Platz vier, für Grammozis war auf Schalke einen Tag nach dem 3:4 gegen Hansa Rostock Schluss.

In Bremen hatte Ransford-Yeboah Königsdörffer (2.) mutig aufspielende Gäste beim Debüt ihres neuen Trainers Guerino Capretti in Führung gebracht. Zwei Treffer von Niclas Füllkrug (16./45.) führten die seit zehn Spielen ungeschlagenen Bremern dann aber zum 14. Saisonsieg. Dresden rutschte auf den Abstiegsrelegationsplatz ab.

Im Duell der abstiegsbedrohten Clubs trafen Daniel Ginczek (4.), Matthias Zimmermann (35.) und Khaled Narey (50.) zum 3:0-Erfolg von Fortuna Düsseldorf gegen Schlusslicht FC Ingolstadt. Die Rheinländer feierten mit dem neuen Trainer Daniel Thioune den dritten Sieg im vierten Spiel.

Erzgebirge Aue bleibt trotz des 1:0 gegen Jahn Regensburg am Sonntag Vorletzter. Dagegen verließ Rostock mit dem Erfolg auf Schalke Platz 16. Der SV Sandhausen verbesserte sich durch das 3:1 gegen Hannover 96 auf Rang 14.

Neuen Impuls

Bei den Schalkern wird der so wichtige Aufstieg immer unrealistischer, das Vertrauen in den Trainer ist weg: Zum Abschluss einer selbst für Schalker Verhältnisse spektakulären und ereignisreichen Woche mit zahlreichen Baustellen hat sich der Zweitligist von Trainer Grammozis getrennt. Die Worte, mit denen die Verantwortlichen den Schritt begründeten, waren überaus deutlich - offen blieb, wer jetzt übernehmen soll.

»Von der Qualität des Kaders sind wir weiterhin überzeugt. Doch um im Kampf um die Spitzenplätze erfolgreich sein zu können, benötigen wir eine kontinuierliche Weiterentwicklung, die wir thematisiert, aber nicht gesehen haben«, sagte Sportvorstand Peter Knäbel laut Mitteilung vom Sonntag. Klare Kritik an der Arbeit des Trainers.

Spätestens nach dem bitteren und phasenweise schon skurrilen 3:4 tags zuvor gegen den FC Hansa Rostock trauen Knäbel und dessen Mitstreiter Grammozis nicht mehr zu, die Gelsenkirchener zurück in die Bundesliga zu führen. Der Rückstand auf die begehrten vorderen Plätze beträgt für die nur sechstplatzierten Schalker bereits sechs Punkte.

»Die Überzeugung, dass unser avisiertes Ziel, der Aufstieg in die Bundesliga, in der bestehenden Konstellation noch eine ausreichend hohe Wahrscheinlichkeit besitzt, hatten wir nicht mehr«, sagte Sportdirektor Rouven Schröder. »Wir sind deshalb der Meinung, dass das Team im Saisonfinale einen neuen Impuls benötigt.« Neben Grammozis wurden auch dessen Assistenten Sven Piepenbrock sowie Torwarttrainer Wil Coort freigestellt. Der Traditionsclub präsentierte am Samstag in Vivawest einen neuen Geldgeber und Trikotsponsor für Gazprom.

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