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Bayern wieder in der Spur

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Zwei Bayern-Torschützen beim 4:0-Sieg über den 1. FC Union Berlin: Kingsley Coman (r.) jubelt mit dem 19-jährigen Abwehrtalent Tanguy Nianzou. © IMAGO

(dpa). Nach zwei Unentschieden zeigt der FC Bayern wieder seine Offensivfähigkeiten. Der Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga fertigt Union Berlin mit 4:0 ab. In Berlin darf sich Felix Magath über den ersten Sieg im ersten Spiel als Trainer von Hertha BSC freuen. Aber nicht im Stadion.

Sieger: Julian Nagelsmann sah wie so oft auch beim klaren 4:0 seines FC Bayern Dinge, die zu verbessern seien. »Natürlich haben wir in der ersten Halbzeit auch zwei Großchancen zugelassen«, sagte der Trainer nach der Partie gegen den 1. FC Union Berlin bei Sky. Allerdings immer »nach eigenem Ballverlust, die teilweise auch völlig unnötig waren«. Dennoch: »Man muss auch gerne mal ein Ergebnis nehmen, wie es ist«, sagte Nagelsmann. Kingsley Coman eröffnete vor 37 000 Zuschauern in der Allianz Arena mit einem fulminanten, aber haltbaren Distanzschuss den Torreigen. Abwehrtalent Tanguy Nianzou (19) mit seinem Premierentor und Lewandowski mit seinen Saisontreffern 30 und 31 setzten ihn fort. Union half allerdings tatkräftig mit, die Bayern wieder in die Spur zu bringen. Vorne fehlte den Eisernen die Effizienz, hinten patzten Torwart Andreas Luthe und Abwehrspieler Paul Jaeckel gleich mehrfach. Nagelsmann und die Bayern-Bosse werden zudem froh sein, in den kommenden zwei Wochen ohne Vereins-Spielbetrieb mal keine Fragen zum Reizthema Vertragsverlängerungen mit den Anführern Lewandowski (33), Manuel Neuer (35) und Thomas Müller (32) beantworten zu müssen. Vorstandschef Oliver Kahn nervt die öffentliche Debatte. »Ich verstehe diese ganze Aufregung rund um diese Themen nicht«, sagte der 52-Jährige im ZDF-Sportstudio.

Vertreter: Mark Fotheringham ging voll mit. Der Vertreter des neuen, aber wegen Corona noch fehlenden Hertha-Trainers Felix Magath coachte engagiert an der Seitenlinie. Und es half: Die Berliner gewannen erstmals seit drei Monaten wieder. Durch das 3:0 gegen die TSG 1899 Hoffenheim kletterte die Hertha auf den Relegationsplatz 16. »Das waren mehr als 100 Prozent - das hat man glaube ich auch gesehen«, sagte Marco Richter. Magath war zumindest per Videoschalte dabei. Auch während der Halbzeitpause in der Kabine. »Ich weiß gar nicht, ob ich das alles sagen darf, aber ja, da war er auch da«, sagte Richter.

Fehlfunktion: Im Schatten des Videobeweises wird über die Torlinientechnik kaum gesprochen. Am Samstag aber schon. Schiedsrichter Felix Zwayer bekam beim Spiel des FSV Mainz 05 gegen Arminia Bielefeld ein Signal des Systems, dass Moussa Niakhaté getroffen hatte - der Ball war aber nicht hinter der Linie. Die Ansicht der Videobilder brachte Aufklärung. »Wir haben gehört, dass das System im Lauf des Spiels überprüft wurde und dass tatsächlich eine Fehlfunktion vorgelegen hat«, sagte Zwayer. Für die Mainzer war das nicht so wichtig - nach dem geteilt schnellsten Tor der laufenden Saison durch Jonathan Burkardt nach 27 Sekunden verwandelten Moussa Niakhaté, Burkardt und Marcus Ingvartsen gleich drei Foulelfmeter zum 4:0-Sieg, der die Bielefelder Abstiegssorgen vergrößerte.

Mentalitätsmonster: Das könnte noch ganz wichtig sein im Kampf gegen den Abstieg. Durch das hart erarbeitete 3:2 nach zweimaligem Rückstand gegen den direkten Konkurrenten FC Augsburg kletterte der VfB Stuttgart auf Platz 14. »Es war sehr emotional«, sagte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo, dessen Team schon gegen Borussia Mönchengladbach (3:2) und bei Union Berlin (1:1) zuletzt jeweils nach Rückständen gepunktet hatte. Besonders in der zweiten Hälfte sei zu sehen gewesen, »dass die Mannschaft lebt«.

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