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Berlin-Derby mehr als nur ein Pokalspiel

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(dpa). Natürlich geht es um viel mehr, als nur um das reine Weiterkommen im DFB-Pokal. Wenn Hertha BSC an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky) im Achtelfinale den 1. FC Union empfängt, stehen im Olympiastadion auch die Rolle der Nummer eins in Berlin und ganz viel Prestige auf dem Spiel. »Ein Derby ist da, um es zu gewinnen«, sagte Herthas Trainer Tayfun Korkut vor dem nächsten Kapitel der besonderen Stadtmeisterschaft, die in dieser Saison klar entschieden scheint.

Denn während der 1. FC Union in der Bundesliga als Fünfter wieder beste Chancen auf den Europapokal hat, kämpft die Hertha bislang als Tabellen-13. erneut nur gegen den Abstieg aus der Bundesliga. Neun Punkte trennen beide Clubs, im November siegten die Eisernen in der heimischen Alten Försterei mit 2:0 gegen die Blau-Weißen. »Die Bundesliga-Tabelle spielt bei diesem Spiel keine Rolle«, sagte Herthas Sportgeschäftsführer Fredi Bobic trotzdem und forderte: »Man muss es mit vollem Herzen angehen.« Hertha will die neue Fußball-Hierarchie in der Hauptstadt noch nicht anerkennen. »Ich finde, Union macht das sehr, sehr gut die letzten Jahre. Das ist ein Fakt, das sieht man ja auch. Trotz alledem, wenn man sich die Geschichte anschaut, die Hertha sieht, dann weißt du auch, wer die Nummer eins in der Stadt ist«, sagte Korkut.

Der Trend der vergangenen Jahre spricht aber klar dagegen. Der ehemalige DDR-Oberligist Union entwickelt sich nicht erst seit dem Bundesliga-Aufstieg 2019 äußerst positiv, während Hertha trotz der Investoren-Millionen weiter kaum sichtbare Fortschritte macht und den eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird.

»Am wichtigsten ist, dass wir auf uns schauen und uns nicht allzuviel damit beschäftigen, gegen wen wir spielen«, sagte Unions Stürmer Andreas Voglsammer. Dass die Köpenicker in den vergangenen Monaten deutlich erfolgreicher gewesen seien, sei nebensächlich. »Das ist ein Pokalspiel, da sind die Karten ganz anders gemischt, das wird enorm schwierig«, sagte Voglsammer und spielte die Bedeutung der Begegnung gegen den kriselnden Lokalrivalen herunter: »Es geht ums Weiterkommen und das würde es auch gegen jeden anderen Gegner gehen.«

Die Fans in Berlin sehen das ganz sicher etwas anders. Zwar werden aufgrund der angespannten Corona-Situation nur gut 2000 Zuschauer direkt vor Ort dabei sein, doch die Fußball-Hauptstadt schaut auf das Olympiastadion.

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