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Champions League zum Aufwärmen

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(sid). Jürgen Klopp winkte ab. Er habe »bis jetzt keine Sekunde« über den Titelshowdown bei Manchester City nachgedacht. Doch das änderte sich natürlich schlagartig nach dem souveränen 3:1 (2:0) seines FC Liverpool im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Benfica Lissabon. Danach zählte für Klopp und Co. nur noch das Spiel der Spiele in der Premier League (Sonntag, 17.

30 Uhr/Sky), das Duell Erster gegen Zweiter.

»Es ist ein großes Spiel und jeder freut sich darauf«, sagte auch Kevin De Bruyne, nachdem der ehemalige Bundesliga-Star City gegen das Abwehrbollwerk von Atletico Madrid zum 1:0 (0:0) geschossen hatte. Und ehe es nächste Woche in den Rückspielen endgültig um den Halbfinaleinzug geht, steht womöglich die Entscheidung über die Meisterschaft in der Premier League an. Nur noch ein Punkt trennt Tabellenführer Manchester (73) und Liverpool (72) - im Dezember waren es noch 14 Zähler. »Wenn man hinten liegt, will man näher herankommen«, sagte Klopp, dessen Team auch in Lissabon die derzeitige Topform unterstrich: »Wenn man nah dran ist, will man überholen. Das ist die Situation.« Und: »Wir werden es wirklich versuchen.«

Nach dem Gewinn der Champions League 2019 und der englischen Meisterschaft 2020 könnte Klopp in dieser Saison so richtig abräumen - die Fans in Liverpool träumen vom Quadruple. Den League Cup haben sie schon gewonnen - und der Endgegner um die drei verbliebenen Pokale heißt vermutlich ManCity. Auch im FA-Cup-Halbfinale am 16. April direkt im Anschluss an die Rückspiele gegen Lissabon und Atletico geht es gegen die Himmelblauen, die zudem möglicher Kontrahent im Champions-League-Finale (28. Mai) in Paris sind.

In den vergangenen »sechs, sieben, acht Monaten haben wir die Basis geschaffen und eine bessere Basis kann man nicht schaffen«, sagte Klopp: »Aber je weiter man in den Wettbewerben kommt, desto schwieriger wird es. Das ist leider die Wahrheit.« Und das Team von Guardiola sei nun einmal »die beste Mannschaft der Welt«.

Doch besser in Form zu sein scheint Liverpool. In Lissabon erzielten neben dem Ex-Leipziger Ibrahima Konaté (17.), Sadio Mané (34.) und Luis Díaz (87.) die Tore für Klopps Mannschaft. Andere Ausnahmestürmer wie Diogo Jota und Roberto Firmino wurden erst im zweiten Durchgang eingewechselt. Und hätte Mohamed Salah eine seiner Top-Chancen genutzt, hätte Liverpool sogar noch höher gewonnen. »Wir hätten mehr Tore erzielen können, vielleicht müssen«, sagte Klopp.

Mit zuletzt zehn Ligasiegen in Serie haben die Reds die Lücke zu City fast geschlossen. Jetzt geht es um alles. »Seit Ende Dezember war klar: Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir alle Spiele gewinnen«, sagte Klopp: »Das ist nicht sehr wahrscheinlich, das wissen wir, aber wir schauen von Spiel zu Spiel.« Und dann wird »es vielleicht ein bisschen wahrscheinlicher. Und wie ich schon sagte, wir werden es versuchen.«

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