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Chancenlos gegen Norwegen

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Zu selten kann Julian Köster (am Ball) den norwegischen Block um Christian O’Sullivan (24), Harald Reinkind (27) und Magnus Gullerud (21) überwinden. © IMAGO

(dpa). Der Traum vom EM-Halbfinale rückt für Deutschlands coronageplagte Handballer in immer weitere Ferne. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason verlor am Freitagabend gegen Mitfavorit Norwegen mit 23:28 (12:14) und kassierte damit die zweite Hauptrunden-Niederlage innerhalb von zwei Tagen. Angesichts von nun schon vier Minuspunkten ist der Einzug in die K.

-o.-Phase theoretisch zwar weiterhin möglich, das deutsche Team hat es aber nicht mehr in der eigenen Hand.

Viel Zeit zum Hadern bleibt erneut nicht. Die nächste Chance auf ein Erfolgserlebnis beim Turnier in der Slowakei und Ungarn bietet sich der DHB-Auswahl an diesem Sonntag (18.00 Uhr/ARD) gegen Rekord-Europameister Schweden. Bester Werfer der deutschen Mannschaft vor 2026 Zuschauern in Bratislava war Johannes Golla mit vier Treffern. Letztlich fehlte dem aufgrund zahlreicher Corona-Fälle zusammengewürfelten Team gegen die Norweger um ihren Superstar Sander Sagosen (THW Kiel) aber einfach die Klasse.

Zu Deutschlands Besten zählte wieder einmal der 39-jährige Johannes Bitter im Tor. Der eigentlich schon aus dem Nationalteam zurückgetretene Routinier war nur aufgrund der positiven Corona-Tests von Andreas Wolff und Till Klimpke nachnominiert worden, aber er spielte gegen die Skandinavier von Beginn an, als wäre er nie weg gewesen. Im ersten Durchgang parierte Bitter etliche Würfe. Er kam auf eine starke Quote von 39 Prozent abgewehrter Bälle - und trotzdem zogen die Norweger davon. Denn je länger das Spiel dauerte, desto mehr haperte es im deutschen Angriff. Die DHB-Auswahl ließ entweder gute Chancen liegen oder fiel durch Fehlpässe auf.

Dabei hatte der Freitag gut begonnen. Den zweiten Tag in Folge wurde kein weiterer Nationalspieler positiv auf Corona getestet. Trotzdem befinden sich immer noch elf Akteure auf ihren Hotelzimmern in Isolation. Sie mussten auch dieses Spiel vor dem Fernseher verfolgen. Darunter ist auch immer noch Rückraumspieler Julius Kühn, der am vergangenen Samstag als erster Nationalspieler positiv getestet worden war.

Deutschland: Bitter (Hamburg), Rebmann (Göppingen) - Golla (Flensburg/4 Tore), Zieker (Stuttgart/2), Köster (Gummersbach/3), Reichmann (Melsungen/2), Wiencek (Kiel/2), Weber (Magdeburg/3), Stutzke (Bergischer HC/1), Zerbe (Lemgo/2), Wiede (Berlin/2), Dahmke (Kiel), Ernst (Leipzig), Steinert (Erlangen/1), Drux (Berlin), Schmidt (Bergischer HC/1) - Norwegen: Bergerud, Saeveraas - Toft (7), Sagosen (4), Barthold (4/1 Siebenmeter), Björnsen (3), Reinkind (3), Överjordet (2), Solstad (2), Överby (1), Tönnesen (1), O’Sullivan (1). - SR: Lah/Sok (Slowenien).

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Deutschlands Kapitän Johannes Golla kann Norwegens Superstar Sander Sagosen (am Ball) in dieser Szene nicht stoppen. © DPA

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