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Chancenlose Eintracht

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(dpa/fr). Jill Roord war etwas verunsichert. »5:0 war‹s?«, fragte die niederländische Fußball-Nationalspielerin des VfL Wolfsburg. Die Dominanz des Bundesliga-Tabellenführers ist derzeit so groß, dass selbst im Spitzenspiel vor 14 027 Zuschauern in der Volkswagen Arena gegen Eintracht Frankfurt die Spielerinnen mehr Probleme mit dem Tore zählen hatten als mit dem vorherigen Tabellenzweiten.

»Ich bin heute sehr zufrieden mit dem, was wir auf den Platz gebracht haben«, sagte Trainer Tommy Stroot und geriet nicht nur wegen der Kulisse ins Schwärmen.

Mit 27 Punkten hat der Titelverteidiger die Maximalausbeute nach neun Spieltagen auf dem Konto. Der FC Bayern München als erster Verfolger hat bereits fünf Zähler Rückstand, Frankfurt als Dritter ist auf sieben Punkte distanziert worden. Gewinnt der VfL auch das abschließende Bundesliga-Heimspiel am 11. Dezember gegen den Aufsteiger SV Meppen, hätte das Team um Kapitänin Alexandra Popp alle Liga-Begegnungen im Jahr 2022 für sich entschieden.

»Das wäre klasse, wenn wir ein Jahr nur gewonnen hätten«, erklärte Roord. Von einer Vorentscheidung im Meisterschaftskampf will sie allerdings noch nichts wissen. »Die Saison ist noch so lang«, merkte die 25-Jährige an. »Es war ein guter Schritt. Wir müssen jetzt so weitermachen.«

Die Frankfurterinnen mussten dagegen offen einräumen: »Wolfsburg war uns heute in allen Bereichen überlegen und eiskalt«, erklLaura Feiersingerärte nach der einseitigen Begegnung. Kapitänin Tanja Pawollek fand, »dass wir uns besser verkauft haben, als es das Ergebnis aussagt«. Am Ende spiele das allerdings keine Rolle.

Wichtig wird sein, welche Lehren die Frankfurterinnen aus dem Ausflug in den Norden ziehen, denn in Wolfsburg zu verlieren, ist keine Schande. Schon am Freitag (19.15 Uhr) wird Turbine Potsdam zur letzten Herausforderung des Jahres im heimischen Stadion am Brentanobad erwartet.

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