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Degenkolb am Start

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Sein Start in Frankfurt gilt als sicher: Lokalmatador John Degenkolb aus Oberursel kennt die Taunusschleife wie seine Westentasche. © IMAGO

(joi). Keine Restriktionen, keine Zuschauerbegrenzung - es fühlt sich an wie in der guten alten Zeit. Und so ist es auch. Als erste Großveranstaltung in Frankfurt seit gut zwei Jahren kann der Radklassiker Eschborn-Frankfurt am 1. Mai wieder unter »normalen« Umständen ablaufen. »Herzlich willkommen. Es sollen alle wieder an die Rennstrecke kommen«, sagte gestern Renn-Organisator Matthias Pietsch voller Vorfreude.

2020 hatte die Traditionsveranstaltung wegen des strengen Lockdowns ausfallen müssen. 2021 fand eine abgespeckte Version am ungewohnten 19. September statt.

Nun hat der »Radsport-Feiertag« (Pietsch) wohl wieder freie Fahrt. Im Fokus steht freilich das 183,9 Kilometer lange Profirennen. Zur 60. Auflage des Klassikers auf bewährter Strecke werden elf Mannschaften aus der World Tour antreten. Dazu kommen acht Teams aus der zweithöchsten Kategorie. Insgesamt umfasst das Eliterennen »nur« 19 statt 20 Mannschaften. Die Hoffnung auf den Start einer jungen deutschen Nationalauswahl hat sich zerschlagen. »Wir und der Bund Deutscher Radfahrer haben lange dafür gekämpft, eine Erlaubnis für den Start einer Nationalmannschaft zu bekommen«, sagte Pietsch. »Das hat leider nicht geklappt. Das ist sehr schade. Ich glaube, die jungen Fahrer hätten von Anfang an das Rennen mitgeprägt und spannend gemacht.« Der Weltverband UCI habe keine Erlaubnis erteilt.

Noch steht in manchen Teilen nicht genau fest, welche Profis antreten werden. Die Teams dürfen ihre Aufstellungen traditionell bis zum Vorabend des Rennens ändern. Sicher scheint, dass das komplette Podium des vergangenen Jahres zur Revanche antritt: Der belgische Titelverteidiger Jasper Philipsen hat ebenso gemeldet wie Lokalmatador John Degenkolb (Oberursel) und Alexander Kristoff aus Norwegen. Bora-hansgrohe setzt auf die Sprinterfraktion um Danny van Poppel (Niederlande) und Sam Bennett (Irland) sowie Deutschland-Tour-Sieger Nils Politt (Hürth). Der deutsche Topsprinter Pascal Ackermann, Sieger 2019, reist mit seinem neuen Team UAE Emirates an. Auch der 24-jährige Augsburger Georg Zimmermann, im vergangenen Jahr erst kurz vor dem Ziel gestellt, unternimmt einen neuen Anlauf.

»Was die Startliste betrifft, kommen täglich Änderungen bei uns rein«, erklärt Renn-Organisator Pietsch. Das habe einerseits krankheitsbedingte Gründe. Andererseits würden die Teams genau hinschauen, wie sich die eigenen Fahrer derzeit bei anderen Rennen präsentieren.

Auf jeden Fall ist nicht nur beim Startbereich in Eschborn viel los. »In Frankfurt kann man rund um den Zielbereich neben der Alte Oper zwischen 9 und 17 Uhr Radsport erleben«, so Pietsch. Dazu gehört die Durchfahrt der Velotour mit über 6000 Teilnehmern, die Rennen des Nachwuchs-Cups der Klassen U 11 bis U 17, die auf einem kleinen Stadtkurs stattfinden, das Laufradrennen der Kleinsten und freilich die Profis. Sie werden gegen 12 Uhr erstmals durch den Zielbereich fahren und dann ab etwa 16.10 Uhr zu ihren finalen Runden durch Frankfurt zurückkehren. Der Zieleinlauf wird zwischen 16.35 und 16.50 Uhr erwartet. Anmeldungen für die Velotour sind noch bis zum 28. April möglich.

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