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DFB-Elf spielt auch in Frankfurt

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Im Frankfurter Stadion werden 2024 insgesamt fünf EM-Spiele ausgetragen. © IMAGO

Anders als 2006 erhält Frankfurt bei der Fußball-EM 2024 ab dem Viertel- finale keine Partien mehr. Damals kickten Ronaldinho und Zidane, diesmal immerhin das deutsche Team. Insgesamt ist die Mainmetropole mit fünf Spielen vertreten. Das Finale steigt in Berlin.

Bei der WM 2006 kickten Ronaldinho und Zinedine Zidane in einem atemberaubenden Viertelfinale am Main, diesmal gibt es Besuch von der deutschen Fußball-Nationalmannschaft: Bei der Fußball-EM 2024 werden insgesamt fünf Spiele in Frankfurt ausgetragen. Das gab der europäische Verband UEFA am Dienstag in Wien bekannt. Demnach werden vier Gruppenspiele - darunter eine Partie von Gastgeber Deutschland - sowie ein Achtelfinale in Frankfurt stattfinden.

Die Mainmetropole erhält zwei Spiele der Gruppe E (17. und 26. Juni 2024) sowie je ein Spiel der Gruppe C (20. Juni) und der Gruppe A (23. Juni, mit Deutschland) plus zusätzlich ein Achtelfinale am 1. Juli. Die EM findet vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in zehn deutschen Städten statt. Ein Viertelfinale wie bei der WM 2006 (Brasilien - Frankreich) gab es für Frankfurt diesmal nicht. Die Endrunde wird im Dezember 2023 in Hamburg ausgelost. Dann steht fest, welche Mannschaften in Frankfurt zu Gast sein und ihre Spiele bestreiten werden.

Das Finale der EM 2024 wird im Berliner Olympiastadion steigen, das Eröffnungsspiel mit der DFB-Elf in München. Damit beginnt und endet die Endrunde in zwei Jahren wie einst die Sommermärchen-WM 2006. »Auftakt in München, Endspiel in Berlin: Das war schon 2006, beim letzten großen Turnier der Männer in Deutschland, die ideale Kombination«, sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf.

Die beiden Halbfinalspiele werden in München (9. Juli) und Dortmund (10. Juli) ausgerichtet. Als Gastgeber der Viertelfinals wurden Hamburg und Stuttgart (beide 5. Juli) sowie Berlin und Düsseldorf (6. Juli) bestimmt. Gastgeber sind außerdem neben Frankfurt auch Gelsenkirchen, Köln und Leipzig.

»Wir haben in Deutschland insgesamt herausragende Fußball-Arenen, die schon jetzt bereit sind für die EM 2024«, sagte Neuendorf, der ergänzte: »Die Vorbereitungen in den Host Citys und auch in unseren Landesverbänden laufen. Mit dem Spielplan erhält das Turnier nun ein Gesicht.« Die Qualifikation wird im kommenden Oktober in Frankfurt ausgelost. »Mit der Veröffentlichung des Spielplans wird das Turnier greifbarer. Gemeinsam mit dem Reglement, das vom UEFA-Exekutivkomitee verabschiedet wurde, stehen zwei Säulen der Turnierorganisation«, sagte UEFA-Direktor Martin Kallen.

Über Streitfragen bei Reform geeinigt

Bei der Reform des Europapokals ab der Saison 2024/2025 hat es bei der Tagung des UEFA-Exekutivkomitees zudem eine Einigung bei den letzten offenen Streitfragen gegeben. Zwei der vier zusätzlichen Startplätze in der Champions League gehen an die beiden zuvor erfolgreichsten Nationalverbände, die Zahl der Gruppenspiele pro Team wächst von sechs auf acht statt wie bislang geplant auf zehn. Dies teilte die UEFA mit. Wie bereits zuvor beschlossen, werden ab 2024 insgesamt 36 Klubs an der Königsklasse teilnehmen. Über die Zugangsvoraussetzung für die im Vergleich zur aktuellen Spielzeit vier zusätzlichen Klubs war zuvor eine Debatte entbrannt. Im ursprünglichen Modell sollten zwei Plätze an Klubs vergeben werden, die in der Vergangenheit Erfolge im Europapokal gefeiert hatten, sich in ihrer Liga aber nicht für die Champions League qualifiziert haben. Das hatten unter anderem der Zusammenschluss der europäischen Ligen sowie Fanorganisationen kritisiert.

Mit der nun beschlossenen Regelung würden in der aktuellen Saison England und die Niederlande profitieren und jeweils einen Königsklassen-Starter mehr stellen. Die weiteren beiden zusätzlichen Champions-League-Plätze sollen an die fünftbeste Nation, derzeit Frankreich, und an einen weiteren nationalen Meister, der bislang nicht automatisch dabei war, gehen.

»Wir sind überzeugt, dass das gewählte Format die richtige Balance trifft und dass es die Ausgeglichenheit des Wettbewerbs verbessert und stabile Einnahmen generiert, die zwischen Klubs, Ligen und der Fußball-Basis auf dem Kontinent verteilt werden können, während sich gleichzeitig die Popularität der Klub-Wettbewerbe steigert«, sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. Die ursprüngliche Reform sah vor, dass die Zahl der Vorrundenspiele pro Verein auf zehn steigt. Diese wird nun auf acht reduziert. Aktuell bestreitet jeder Verein sechs Gruppenspiele, ehe die K.-o.-Runde beginnt. Ab 2024 wird in einem Ligensystem in der Vorrunde gespielt, in dem aber nicht jeder gegen jeden antritt.

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