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DHB-Frauen ohne Chance

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Hart attackiert wird die gebürtige Dänin Silje Brons Petersen (M.), die für Deutschland spielt, von ihren Gegenspielerinnen Rikke Iversen (l.) und Louise Burgaard. © DPA

(dpa/sid). Kräftiger Dämpfer statt Rückenwind für die K.-o.-Runde: Deutschlands Handball-Frauen haben zum Abschluss der WM-Hauptrunde eine herbe Niederlage kassiert und müssen im Viertelfinale nun gegen Gastgeber Spanien ran. Die DHB-Auswahl verlor am Sonntagabend vor 800 Zuschauern gegen Dänemark deutlich mit 16:32 (8:13) und bekam dabei erstmals im Turnier ihre Grenzen aufgezeigt.

Mit 8:2 Punkten schloss das Team von Bundestrainer Henk Groener die Hauptrundengruppe III als Zweiter hinter den Däninnen (10:0) ab. Im Kampf um den Einzug ins Halbfinale muss gegen den WM-Zweiten von 2019 am Dienstag eine deutliche Steigerung her, um den zarten Traum von der ersten Medaille seit 2007 am Leben zu halten. Beste deutsche Werferin im Duell mit dem dreimaligen Olympiasieger Dänemark war Rückraumspielerin Alina Grijseels mit sechs Toren.

»Wir haben im Angriff von der ersten Minute an überhaupt nicht zu unserem Spiel gefunden«, erklärte Groener hinterher, »wir waren viel zu ängstlich, hatten zu viel Respekt vor dem Gegner.«

Anders als in den bisherigen fünf Turnierspielen war die deutsche Mannschaft mit dem Anpfiff nicht auf der Höhe. Fehlwürfe und technische Fehler im Angriff und Lücken in der Abwehr waren für einen 0:4-Rückstand nach sieben Minuten verantwortlich. Lediglich Torfrau Dinah Eckerle war sofort auf Betriebstemperatur und verhinderte mit einigen Paraden Schlimmeres. Das erste Tor gelang dem DHB-Team nach 9:30 Minuten, als Grijseels einen Gegenstoß erfolgreich abschloss. Die erhoffte Initialzündung war dies jedoch nicht. Gegen die aggressive Deckung der Däninnen konnten sich die deutschen Frauen kaum in Szene setzen - und wenn doch, scheiterten sie zumeist an der starken Althea Reinhardt im Tor der Skandinavierinnen.

So war die Partie beim 3:10 nach 20 Minuten frühzeitig gelaufen, zumal Rückraumspielerin Mia Zschocke wenig später wegen eines harten Fouls an ihrer Gegenspielerin auch noch Rot sah. Im Viertelfinale darf sie aber wieder mitwirken. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit kam die DHB-Auswahl etwas besser ins Spiel und bis zur Pause zumindest auf fünf Tore heran.

Die ohnehin nur leise Hoffnung auf eine Aufholjagd nach dem Wechsel war schon nach sieben Minuten beim 9:19 dahin. Wieder sündigten die Groener-Schützlinge in allen Bereichen und machten es dem gut aufgelegten Gegner, der bei der Endrunde zu den Medaillenkandidaten zählt, damit einfach. In der Folge konnte sich die deutsche Mannschaft nicht mehr zu einer Leistungssteigerung aufraffen.

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