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Die Ausfälle schmerzen

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Die Eintracht muss am Samstag in Stuttgart auf Filip Kostic (l.) und Daichi Kamada und damit auf zwei ihrer besten Spieler verzichten. © IMAGO

Ohne die beiden Topspieler Filip Kostic und Daichi Kamada will Eintracht Frankfurt beim Gastspiel in Stuttgart den schlechten Start ins neue Jahr der Fußball-Bundesliga vergessen machen.

Es schien in den vergangenen Wochen fast so, als habe sich der Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt - im übertragenen Sinne - unfreiwillig in einen wohligen Winterschlaf begeben. Der Januar war bekanntlich sportlich ein mieser Auftakt ins Jahr, die letzten beiden Partien gegen Augsburg und vor allem Bielefeld nicht gerade von einer ausgewiesenen Aufgeweckheit geprägt. Dazu die parallel verlaufende Transferphase, in der für mittelfristige Vorhaben vielversprechende Deals festgezurrt wurden, die für die aktuelle Runde jedoch wenig Veränderung brachten.

Selbst die ursprünglich für Länderspiele gedachte Bundesligapause wandelte sich teils in eine für Kurzurlaube um. Selbst die mediale Aufarbeitung stockte. Ein paar Videoschnipsel vom für Fans wie Medien weiterhin nicht zugänglichen Training, ein erfolgreicher Testkick gegen Mainz (1:0). Ansonsten: ungewöhnliche Ruhe im Stadtwald.

Bis gestern. Da nahm der Betrieb wieder Fahrt auf. Die Bundesliga naht, der VfB Stuttgart wartet - am Samstag (15.30 Uhr/Sky) sind die Frankfurter zu Gast beim unter Druck stehenden Tabellenvorletzten. Eintracht-Trainer Oliver Glasner hofft dann, dass sein Team die Januar-Schlummerei hinter sich lässt: »Wir wollen die ersten drei Punkte im Jahr 2022 holen.«

Das Problem dabei: Zwei der besten Frankfurter Fußballer fallen aus. Bei Daichi Kamada, dem Kreativen im Zentrum, ist das keine neue Erkenntnis, der Japaner zog sich gegen Bielefeld einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Es sei zwar knapp gewesen, so Glasner, fast hätte Kamada auflaufen können, »aber wir wollen kein Risiko eingehen«. Für ihn könnten Jens Petter Hauge oder Winterzugang Ansgar Knauff einspringen. Der andere, der in Stuttgart nicht kann, ist Filip Kos-tic. Der Spielentscheider auf links außen fehlt damit zum zweiten Mal in diesem Kalenderjahr, bereits in Augsburg hatte er aufgrund einer Corona-Infektion pausieren müssen. Diesmal bremst ihn ein grippaler Infekt aus.

Borré kann kaum trainieren

Rafael Borré, kolumbianischer Nationalstürmer, kehrte indes erst am Donnerstagabend nach einer frustrierenden Länderspielreise (Niederlagen und Bankplatz) zurück nach Frankfurt. Er wird nur ein einziges lockeres Training vor dem Stuttgart-Spiel absolvieren können. Nicht optimal. Aber, betont Glasner, »Rafa rackert eh immer, um ihn mache ich mir keine Sorgen.« Viel schwerer wiegt da natürlich der Ausfall von Kostic. Schon in Augsburg konnte ihn Timothy Chandler nicht im Ansatz gleichwertig ersetzen. Der Frankfurter Bub mühte sich zwar mit all seinen Mitteln, die sind - gerade auf der ungewohnten linken Seite - aber nun mal sehr begrenzt. So dürfte Christopher Lenz, der verbliebene Linksfuß im Kader, den Posten von Kostic in Stuttgart übernehmen.

Grundsätzlich ist Glasner trotz der mäßigen Punkteausbeute in diesem Jahr (ein Zähler aus drei Spielen) gar nicht mal so unzufrieden - das hatte er schon vor der »komischen Länderspielpause« gesagt und wiederholte es nun erneut. »Ich kann mit den Leistungen bisher eigentlich ganz gut leben, wir erspielen uns deutlich mehr Torchancen, damit hatten wir am Saisonanfang mehr Probleme.« Er sehe die Situation daher recht gelassen.

Erster Ansatzpunkt für Verbesserungen sei in einer »intensiven Trainingswoche« die Defensive gewesen. Sechs Gegentore in diesem Jahr sind nicht der erhoffte Fortschritt. »Wir bleiben einfach ruhig, setzen Schwerpunkte, nehmen die Jungs mit«, erklärt Glasner seinen Ansatz. Ein großes Ding will er aus der Anfälligkeit jedenfalls nicht machen. »Wenn du jeden Tag über etwas sprichst, machst du dir schnell auch selbst ein Problem.« Dazukommt: Der VfB hat seit fünf Spielen kein eigenes Tor mehr geschossen.

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