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Djokovic bestens vorbereitet

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(sid). Novak Djokovic rutscht über die rote Asche des Monte Carlo Country Club und peitscht seine beidhändige Rückhand über das Netz. Neben dem Platz steht sein Trainer Goran Ivanisevic und schaut bei der Trainingseinheit mit dem Südtiroler Jannik Sinner ganz genau hin. Alles soll passen vor dem Comeback des langjährigen Tourdominators, der mit dem Beginn der Tennis-Sandplatzsaison wieder mitmischt.

Und Djokovic will schon beim Masters im Fürstentum ab Sonntag nicht nur dabei sein. Der 34 Jahre alte Serbe, der wegen seiner Impfverweigerung die bislang drei wichtigsten Turniere des Jahres in Melbourne, Indian Wells und Miami verpasste, hat viel nachzuholen. Es gilt, die knappe Führung in der Weltrangliste, die er auch ohne eigenes Zutun vom Russen Daniil Medwedew zurückerhielt, zu festigen. Und sich für sein großes Ziel in Position zu bringen: Die Titelverteidigung bei den French Open.

»Wenn er in Bestform ist, ist Djokovic meiner Meinung nach der beste Spieler der Welt, auch auf Sand«, sagte jetzt Trainerguru Patrick Mouratoglou, der Stefanos Tsitsipas, Djokovics Gegner im Vorjahresfinale von Paris, zu seinen Schützlingen zählt. Dafür muss Djokovic aber seinen Rhythmus wiederfinden, die Physis und Überzeugung aufbauen, die den Ausnahmeathleten in der vergangenen Saison phasenweise fast unschlagbar werden ließen.

Djokovic hatte nach seiner Ausweisung aus Australien gesagt, auf seinem Standpunkt einer freien Entscheidung über eine Impfung zu beharren und damit auch in Kauf zu nehmen, Turniere zu verpassen. Durch die Lockerungen der Behörden darf Djokovic nun aber wieder auf die Centre Courts. Er hatte jede Menge Zeit, sich perfekt auf die Sandplatzsaison vorzubereiten. Er wohnt im Fürstentum und hat seit mehr als 15 Jahren seine Trainingsbasis auf der malerisch gelegenen Anlage des Masters von Monte Carlo. Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Comeback könnten schlechter sein.

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