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Ein Treffer mit fatalen Folgen für den VfL

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(sid). Die Suche nach dem Täter läuft auf Hochtouren, der Kontrollausschuss ermittelt, harte Strafen stehen im Raum: Die Betriebsamkeit als Folge des Bochumer Becherwurf-Skandals ist auch ein Kampf gegen den Eindruck »Fans zurück, Probleme zurück«. Zusätzlichen Schaden für sein ohnehin angekratzte Images kann sich der Profifußball nicht leisten.

Deshalb hoffen vor allem die Bochumer darauf, dass der Schuldige zügig identifiziert wird. »Wir versuchen, bestmöglich die Behörden und die Polizei zu unterstützen«, sagte Sport-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz bei Sky: »Wir haben einen Aufruf gestartet, damit sich Zeugen melden.« Laut VfL-Vorstandsboss Hans-Peter Villis haben das bereits »einige« getan.

Die Bundesligapartie zwischen dem VfL und Borussia Mönchengladbach wurde am Freitag in der 70. Minute beim Stand von 0:2 von Schiedsrichter Benjamin Cortus (Röthenbach) abgebrochen, nachdem sein Assistent Christian Gittelmann (Gauersheim) von einem gefüllten Getränkebecher am Hinterkopf getroffen worden war. Bei Gittelmann wurde nach eigenen Angaben eine Schädelprellung und ein Schleudertrauma diagnostiziert. Gittelmann forderte harte Strafen: »Eine flächendeckende Null-Toleranz-Politik mit einem klar definierten und für alle im Vorfeld bekannten und harten Strafmaß sollte ausgearbeitet werden«, sagte er, nur so seien »Gewalttaten« gegen Unparteiische - vor allem auch »auf den Amateurplätzen« - zu vermeiden.

Wie die Strafen für den VfL aussehen werden, ist noch offen. Der DFB-Kontrollausschuss hat Ermittlungen aufgenommen. Gladbach wird die Punkte wahrscheinlich am Grünen Tisch erhalten. Zudem droht den Bochumern, die wieder 25 000 Zuschauer ins Stadion lassen durften, ein Geisterspiel. Der VfL kündigte an, gegen den Übeltäter mit aller Härte vorzugehen. Der Klub drohte »Stadionverbot, Vereinsausschluss oder Einzug der Dauerkarte« sowie »Schadenersatzansprüche« an. Um eine massive Strafe wird der VfL dennoch nicht herumkommen. Schließlich kam der Eklat nicht völlig überraschend. Schon in den vergangenen Wochen waren immer wieder Getränkebecher Richtung Spielfeld geflogen.

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