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Einen Sprung machen

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Trainer Oliver Glasner und Spielführer Makoto Hasebe: Der »Oldie« der Eintracht hat sich für den Coach in dieser Saison trotz seiner fast 38 Jahre weiterentwickelt. © IMAGO

Kehraus für die Eintracht am Samstag. Im letzten Spiel vor der Winterpause in der Fußball-Bundesliga misst sich Frankfurt mit dem Nachbar aus Mainz.

Ganz vorsichtig wagte sich die journalistische Zunft ran ans Thema. Ob er denn nicht so etwas wie ein klitzekleines Fazit der Hinrunde ziehen wolle, wurde er gefragt. Der erste Teil der Saison dauere ja schließlich nicht mehr lange, nur noch dieser eine Kick am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im eigenen Stadion gegen den Nachbarn aus Mainz wartet noch. Was soll’s also, Herr Glasner, gerne bitte jetzt schon mal loslegen. »Es ist kein Zeitpunkt für ein Resümee«, erwiderte der Herr Glasner, Vorname Oliver und seines Zeichens Trainer von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt.

Freundlich sagte er das, so wie er stets auftritt in den Unterredungen mit der Presse, aber jetzt einen Haken hinter eine noch nicht beendete Hinrunde zu setzen, das kam und kommt für ihn nicht infrage. Stattdessen: volle Konzentration auf das Spiel gegen den FSV Mainz 05. »Wir können in der Tabelle noch einen Sprung nach oben machen«, so Glasner, und ganz allgemein: »In Wahrheit zählt’s doch eh nur zu einem Zeitpunkt.« Mitte Mai nach 34 Runden nämlich.

Im Stadtwald treffen zwei formstarke Teams aufeinander, die sich nicht mal eben mit Larifari aus dem Weg räumen lassen werden. Sich zum Sieg zu wurschteln, was ja auch manchmal ganz nett sein kann, scheint da eher unwahrscheinlich. »Wir werden Spieler auf dem Platz haben, die das Spiel gewinnen können«, sagt Glasner selbstbewusst, was blöderweise auch für die Gäste gelten dürfte. Gegen Mainz tat sich die Eintracht fast traditionell schwer, zumindest lässt manch Erinnerung diese Einschätzung reifen. Und in der Tat konnten die Hessen zwar im Januar in Mainz mit 2:0 gewinnen, daheim aber sprang in den letzten drei Spielen nur ein Pünktchen heraus - und der war im Saisonendspurt 2020/21 auch noch eine Enttäuschung.

Der Eintracht wird im eigenen Stadion dennoch nicht bange sein müssen, der Aufwärtstrend hat das Selbstvertrauen genährt. Ein weiterer Dreier und die Hessen könnten im neuen Jahr zumindest vorerst das angenehme Gefühl der tabellarischen Sorglosigkeit verspüren. Sie würden gar wieder ernsthaft in den Kreis der Europapokalkandidaten aufsteigen.

Grundsätzlich, findet der Coach und fällt damit unfreiwillig doch ein Fazit der erst fast beendeten Hinrunde, habe sich sein Team klar weiterentwickelt, fußballerisch, taktisch, fast überall. Selbst ein Mann wie Makoto Hasebe, fast 38 Jahre alt, habe in manch Bereichen noch Fortschritte gemacht, das Nachvornever-teidigen nannte Glasner. Und warum? »Weil er sich vom ersten Tag an damit beschäftigt und dann gemerkt hat: Ist wohl gar nicht so ein Blödsinn, was der Trainer da erzählt.«

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