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Eintracht erfüllt Pflicht

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Mit diesem gefühlvollen Heber überwindet Eintracht-Profi Randal Kolo Muani (r.) Stuttgarts Torhüter Ramon Castellucci zur 1:0-Führung. © IMAGO

Die Fallhöhe war riesig, doch Frankfurt meistert die Zweitrunden-Aufgabe im DFB-Pokal mit einem glanzlosen 2:0-Sieg bei den Stuttgarter Kickers. Der Oberligist darf nur kurz auf die Sensation hoffen.

Mario Götze und Co. feierten eher zaghaft vor den mitgereisten Fans den von allen erwarteten Achtelfinal-Einzug. Die Frankfurter wussten genau, dass sie sich in der zweiten Runde des DFB-Pokals beim krassen Außenseiter Stuttgarter Kickers nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatten. »Die haben uns alles abverlangt. Wir sind glücklich, dass wir gewonnen haben, es war ein harter Arbeitssieg«, sagte Eintracht-Kapitän Sebastian Rode nach dem glanzlosen 2:0 (2:0) beim Fußball-Oberligisten am Dienstag bei Sky.

Unverdient war das Weiterkommen aber nicht. Der Europa-League-Gewinner wahrte damit seine Chancen auf den sechsten Pokal-Triumph der Vereinsgeschichte. Wegen des »heftigen Programms« wollte Trainer Oliver Glasner »ein bisschen Nachsicht walten lassen«, was den Leistungsabfall in der schwachen zweiten Halbzeit betrifft.

Die Kickers und die 10 000 Zuschauer im erstmals seit 16 Jahren ausverkauften Gazistadion auf der Waldau durften realistisch betrachtet nur zehn Minuten auf die Sensation hoffen, als erster Fünftligist in der langen Pokal-Geschichte ins Achtelfinale einzuziehen. »Wir sind absolut stolz auf das, was wir geleistet haben«, sagte Kickers-Trainer Mustafa Ünal: »Bei den Toren haben die Frankfurter ihre Klasse aufblitzen lassen.« Torjäger Randal Kolo Muani (11.) brachte den Favoriten mit einem gefühlvollen Heber in Führung, Abwehrspieler Hrvoje Smolcic (17.) legte nach. Außerdem traf Rafael Santos Borré den Pfosten (25.). Der Anpfiff zur zweiten Halbzeit verzögerte sich um ein paar Minuten, weil aus beiden Fanblöcken Pyrotechnik gezündet wurde.

»Wir haben aus Spaß gesagt, als das Los draußen war, dass wir jetzt Europapokal-Sieger-Besieger werden können«, verriet der Stuttgarter Nico Blank vor dem Anpfiff. Daraus wurde nichts. Es dauerte zehn Minuten, ehe sich Frankfurt an die Umstände und den holprigen Rasen gewöhnt hatte - und mit der ersten Chance in Führung ging: Nach einem feinen Doppelpass mit Borré hob Kolo Muani den Ball gefühlvoll über Kickers-Torwart Ramon Castellucci ins Tor. Borré war einer von drei Neuen in der Startelf - genau wie Smolcic, der unter anderem mit dem Kopfballtor zum 2:0 seinen Einsatz rechtfertigte.

Nach der 2:0-Führung spielten die Frankfurter ihre Klasse und Erfahrung aus, ohne dabei ans Limit gehen zu müssen. Die Stuttgarter, die in der Auftaktrunde immerhin den Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth mit 2:0 aus dem Wettbewerb geschossen hatten, schalteten nach dem Seitenwechsel einen Gang höher - doch große Chancen zum Anschlusstor gab es nicht.

Frankfurt: Trapp - Tuta, Jakic, Smolcic - Dina Ebimbe (61. Alidou), Rode (79. Kamada), Sow, Lenz (79. Pellegrini) - Borré, Götze (90.+2 Wenig) - Kolo Muani (61. Alario).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach) - Zuschauer: 10 000. - Tore: 0:1 Kolo Muani (11.), 0:2 Smolcic (17.) Gelbe Karten: Campagna (1), Kammerbauer (1) / Smolcic (1). - Beste Spieler: Riehle / Sow, Kolo Muani.

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