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Remco Evenepoel wird von seinen Gefühlen im Ziel von Lüttich-Bastogne-Lüttich überwältigt. © IMAGO

(dpa). Mit einem beeindruckenden Ritt durch die Ardennen hat das belgische Supertalent Remco Evenepoel seinen ersten großen Frühjahrsklassiker gewonnen und die Landsleute in Radsport-Euphorie versetzt. Der 22-Jährige, in seiner Heimat bereits als der neue Eddy Merckx gefeiert, holte sich am Sonntag nach 257,2 Kilometern und zehn giftigen Anstiegen den Sieg bei der 108.

Auflage von Lüttich-Bastogne-Lüttich. Er gewann im Alleingang vor seinen beiden Landsmännern Quinten Hermans und Wout van Aert. Evenepoel war bei seiner Lüttich-Premiere eigentlich nur als Helfer von Weltmeister Julian Alaphilippe vorgesehen, doch nach einem schweren Sturz des Franzosen hatte der Jungstar freie Fahrt.

Evenepoel sorgte an der Côte de la Redoute, dem vorletzten Anstieg, für die Vorentscheidung, als er mit einer kraftvollen Attacke ausriss und in Zeitfahrer-Manier seinem bisher größten Erfolg entgegenfuhr. Am letzten Anstieg hängte er dann den Franzosen Bruno Armirail ab und hatte im Ziel 48 Sekunden Vorsprung. Im Ziel konnte er sein Glück kaum fassen und schlug die Hände vor das Gesicht.

Den beiden Altstars und Ex-Siegern Alejandro Valverde (41 Jahre/Spanien) und Philippe Gilbert (39/Belgien) blieb dagegen bei ihrer letzten Lüttich-Teilnahme ein Podiumsplatz verwehrt. Titelverteidiger und Tour-de-France-Champion Tadej Pogacar musste wegen eines Trauerfalls in der Familie kurzfristig passen. Deutsche Fahrer spielten nach der krankheitsbedingten Absage von Maximilian Schachmann, dem Lüttich-Dritten von 2019, keine Rolle. Im Frauen-Rennen fuhr Liane Lippert (Friedrichshafen) auf den achten Platz. Der Vize-Europameisterin fehlten nach 142,1 Kilometern im Ziel 1:58 Minuten auf Solo-Gewinnerin Annemiek van Vleuten (Niederlande).

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