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Florian Kainz: Der Pokal-Pechvogel

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Kölns Florian Kainz rutscht aus und schießt sich selbst an. Das Pokal-Aus für seinen 1. FC gegen den Hamburger SV. © IMAGO

(sid). Pechvogel Florian Kainz beschlich sofort »ein ungutes Gefühl«, Kölns Trainer Steffen Baumgart hatte »so etwas noch nicht erlebt«, und selbst der Gegner spendete Trost: Kainz’ kurioser Fehlschuss im Achtelfinal-Krimi des DFB-Pokals zwischen dem letztlich unterlegenen 1. FC Köln und dem Hamburger SV war das große Gesprächsthema am Dienstagabend.

Doch was war überhaupt passiert? Kainz kam im Elfmeterschießen als zehnter Schütze zum Elfmeterpunkt. Beim Schussversuch rutschte der Kölner mit dem Standbein weg, schoss sich dabei mit dem rechten Fuß an den linken, der Ball landete zwar im hohen Bogen im Tor, doch der Treffer zählte nicht. Während die Hamburger Spieler sofort jubelten, hielt Schiedsrichter Daniel Schlager kurz Rücksprache mit dem Videoassistenten.

»Ich habe gemerkt, wie ich weggerutscht bin. Wie der Ball dann reingegangen ist, sah auch komisch aus. Der Schiedsrichter hat mir gleich gesagt, dass es gecheckt worden ist«, sagte Kainz: »Für mich persönlich ist es eine schwierige Geschichte, aber ich werde damit umgehen können.«

Sein Fauxpas besiegelte das 3:4 im Elfmeterschießen und damit das Aus im Achtelfinale. »Für den Jungen tut es mir leid, aber natürlich freue ich mich über unser Weiterkommen«, sagte HSV-Kapitän Sebastian Schonlau. Eine solche Situation »kommt sehr selten vor«, meinte Kölns Verteidiger Benno Schmitz: »Deshalb ist es bitter. Wir wollten unbedingt weiterkommen.« Lange Zeit, der vergebenen Chance nachzutrauern, bleibt nicht. Schon am Samstag (18.30 Uhr/Sky) geht es in der Bundesliga beim VfL Bochum weiter.

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