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Joshua Kimmich fällt bis mindestens Januar aus.

Frust und Freude

Corona und kein Ende: Joshua Kimmich hat nach seiner Infektion die Quarantäne verlassen, aber »voll trainieren« kann er vorerst nicht. Derweil hat Thomas Müller als erster deutscher Spieler die Marke von 50 Toren erreicht.

Das auch für Hochleistungsathleten so gefährliche Coronavirus zwingt Bayern-Star Joshua Kimmich in eine noch längere Fußball-Pause. Eigentlich sollte das ungefährdete 3:0 (2:0) des Vorrunden-Champions in Europas Königsklasse gegen einen zum Münchner Sparringspartner geschrumpften FC Barcelona das letzte Spiel sein, das Deutschlands wohl bekanntester Impfzauderer verpasst.

Doch am Donnerstag schreckte diese Nachricht die Bayern-Fans und auch die breite Öffentlichkeit mitten in der tosenden vierten Corona-Welle auf: Kimmich gab in einer Vereinsmitteilung bekannt, dass er »aufgrund von leichten Infiltrationen in der Lunge« in diesem Jahr nicht mehr für den Tabellenführer in der Bundesliga auflaufen könne.

In der zuschauerlosen Allianz-Arena hatte Sportvorstand Hasan Salihamidzic am Abend zuvor noch die frohe Botschaft vom Ende von Kimmichs Quarantäne verkündet. Salihami-dzic verwies zwar noch auf ärztliche Untersuchungen, gab sich aber nach inzwischen einem Monat Wettkampfpause des 26-jährigen Kimmich durchaus optimistisch. »Ich kenne unseren Jo, der wird natürlich alles geben, um schnell wieder zurückzukommen.« Das klappt erst mal nicht - trotz der Freitestung.

Bei Infiltrationen der Lunge handelt es sich um Ansammlungen von Flüssigkeiten und zellulären Bestandteilen in dem lebenswichtigen Organ. Kimmich war bemüht, seine Fans zu beruhigen: »Ich freue mich, dass meine coronabedingte Quarantäne beendet ist. Mir geht es sehr gut.« Er könne aber eben »aktuell noch nicht voll trainieren«.

Corona lässt die Bayern also nicht los. Eric Maxim Choupo-Moting - mutmaßlich ebenfalls ungeimpft - kann nach einer Infektion auch noch nicht wieder trainieren. Zum Abschluss der Vorrunde in der Champions League hatte sich Thomas Müller am Mittwochabend in der menschenleeren Münchner Geisterspiel-Arena im Schneeflockenwirbel noch neben der makellosen Sechs-Siege-Bilanz seines FC Bayern über eine persönliche Torbescherung zwei Wochen vor Heiligabend gefreut. »Das ist schon cool. 50 Tore sind eine Marke«, sagte der 32-Jährige.

Als erster deutscher Spieler konnte Müller in der Königsklasse so häufig jubeln. Acht der 50 Tore erzielte der Nationalspieler gegen Barcelona. Müller ist damit ein Schreckgespenst der Katalanen, die erstmals nach 21 Jahren in der Gruppenphase scheiterten. »Gegen Barça flutscht es irgendwie«, bemerkte Müller lächelnd.

Am Montag (12 Uhr) wird in der Schweiz das Achtelfinale ausgelost. Nicht im Lostopf ist der VfL Wolfsburg, der nach dem 1:3 gegen OSC Lille auch die Europa League verpasst hat.

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