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Geiger baut Führung aus

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Weitspringerin Malaika Mihambo will sich am Sonntag den fünften DM-Hallentitel in Serie sichern. © DPA

Die deutschen Basketballer melden sich in der WM-Qualifikation endgültig zurück. Nach der Auftaktniederlage gegen Estland gibt es bei den zuvor noch ungeschlagenen Israelis den zweiten Sieg. Am Ende treffen ein Routinier und ein Youngster.

(dpa). Karl Geiger jubelte, Markus Eisenbichler fehlten gerade einmal 5,5 Zentimeter: Die deutschen Skispringer haben die Podestplätze im Schneegestöber von Lahti zwar ganz knapp verpasst, aber trotzdem einen ordentlichen Start in die finale Weltcup-Phase der Saison hingelegt. Eisenbichler (127 und 125 m) belegte am Freitag Rang vier, sein Kumpel Geiger (122 und 127,5 m) wurde Fünfter und verteidigte damit sein Gelbes Trikot.

In Lahti, wo zuvor wegen der schwierigen Wetterverhältnisse die Qualifikation abgesagt werden musste, ging es wie bei Eisenbichler um Zehntelpunkte. Es war ganz knapp - allerdings erst ab Platz zwei. Denn mit etwa 15 Punkten Vorsprung siegte der Österreicher Stefan Kraft mit Flügen auf 124,5 und 131 m. Für Geiger wird in der Phase nach Peking immer auch der direkte Vergleich mit dem Japaner Ryoyu Kobayashi wichtig. Vor dem Weltcup von Lahti lag er im Gesamtweltcup drei Punkte vor dem Tournee-Sieger. Nun sind es zwölf, weil Koba-yashi diesmal nicht über Rang sieben hinauskam.

(sid). Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev ist nach seinem Ausraster beim Turnier in Acapulco von der ATP mit einer Geldstrafe sanktioniert worden. Der 24-Jährige, der nach dem Vorfall bereits disqualifiziert wurde, muss zusätzlich 40 000 US-Dollar (ca. 35 800 Euro) zahlen.

Wie die ATP mitteilte, setzt sich die Strafe aus je 20 000 US-Dollar (ca. 17 900 Euro) wegen Beschimpfungen und unsportlichen Verhaltens zusammen. Dies stelle die »Höchststrafe pro Verstoß« dar, hieß es in der Erklärung. Zudem seien auch das Preisgeld in Höhe von 31 570 US-Dollar (ca. 28 100 Euro), das Zverev im Einzel und Doppel verdient hätte, sowie alle Ranglistenpunkte des Turniers verwirkt. »Eine weitere Überprüfung des Vorfalls wird nun gemäß den ATP-Regeln folgen.«

Zverev hatte nach dem 1:2 (2:6, 6:4, 6:10) an der Seite von Marcelo Melo (Brasilien) gegen Lloyd Glasspool/Harri Heliövaara (Großbritannien/Finnland) die Fassung verloren. Der Hamburger schrie Referee Alessandro Germani nach dem Erstrundenmatch lautstark an und schlug immer wieder kräftig mit seinem Schläger an dessen Stuhl, nur knapp an den Füßen vorbei.

(sid). Malaika Mihambo hat die Titeljagd schon fest ins Visier genommen. Weltmeisterschaft in den USA, Heim-EM in München - für die Highlights im Sommer will Deutschlands Weitsprung-Star alle Kräfte sammeln. Und auf dem Weg da hin noch zu einem letzten Erfolg in der Halle fliegen.

Die Vorgabe für die deutschen Meisterschaften am Wochenende in Leipzig ist dabei klar: Die Hallensaison gut abschließen, die 60 m noch einmal sprinten und, na klar, »den Titel holen im Weitsprung«, kündigte die Olympiasiegerin an.

Die Vorzeichen für den fünften Erfolg in Serie bei den nationalen Meisterschaften stehen dabei mehr als gut. Nach einem anstrengenden Corona-Sommer und dem kräftezehrenden Gold-Triumph in Tokio startete Deutschlands Sportlerin des Jahres mit 6,66 m beim ISTAF in Berlin in die Saison. Zwei Wochen später folgte die Weltjahresbestleistung in Düsseldorf mit 6,96 m.

An der 28-Jährigen gibt es derzeit kaum ein Vorbeikommen, das sieht auch der frühere Leichtathletik-Superstar Carl Lewis so. Der neunmalige Olympiasieger ist überzeugt davon, dass Mihambo die Weitsprung-Szene in den nächsten Jahren dominieren kann: »Sie hat ein unglaubliches Talent und es gibt niemanden, der ihr aktuell sehr gefährlich werden könnte«, sagte der US-Amerikaner der »Bild am Sonntag«. Dafür muss aber auch am Sonntag wieder alles passen. Auch in Düsseldorf hatte sie kaum das Absprungbrett getroffen, ehe der letzte Versuch dann doch nach Plan lief. »Da sieht man, was möglich ist, wenn ich den Anlauf richtig durchziehe«, hatte Mihambo nach ihrem Triumph festgestellt.

Möglich wäre dann auch in Leipzig ihre Hallen-Bestleistung von 7,07 m. Zuvor geht sie neben Gina Lückenkemper und Tatjana Pinto am Samstag noch über die 60 m an den Start, »für meine Schnelligkeit«, erklärte Mihambo.

Nach dem Wochenende richtet sich ihr Fokus dann voll auf den Sommer, bei der WM in Eugene (15. bis 24. Juli) und der EM in München (15. bis 21. August) tritt sie als Titelverteidigerin an. In der Halle wird Mihambo keine Wettkämpfe mehr bestreiten, auf die WM in Belgrad (18. bis 20. März) verzichtet sie.

Die Teilnahme an der DM lässt sich Mihambo jedoch nicht nehmen, andere bekannte Gesichter sind allerdings nicht am Start. Deutschlands Topläuferinnen Konstanze Klosterhalfen und Gesa Felicitas Krause verzichten, Kugelstoß-Serienmeister David Storl konzentriert sich bereits auf den Sommer und Sprinterin Alexandra Burghardt will es nach ihrem Silber-Erfolg als Bob-Anschieberin bei den Winterspielen in Peking langsam angehen lassen.

Die deutschen Basketballer haben in der WM-Qualifikation ihren zweiten Sieg gefeiert. Das Team von Trainer Gordon Herbert gewann am Freitag auch ohne seine Spieler aus der NBA und der Euroleague beim zuvor noch ungeschlagenen Team aus Israel mit 71:67 (35:33). Damit machte die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes einen großen Schritt in Richtung zweite Gruppenphase der Ausscheidungsrunde für die Weltmeisterschaft 2023. Zuvor hatte Deutschland gegen Estland verloren und in Polen gewonnen. Bester deutscher Werfer war Kapitän Robin Benzing mit 17 Punkten.

»Glückwunsch an die Jungs. Aber es geht nur um eins im Moment: Beendet diesen Krieg«, sagte Benzing nach der Partie mit Blick auf die russische Invasion in der Ukraine. Auch Herbert machte deutlich, dass es in diesen Tagen nicht einfach sei, Basketball zu spielen. »Wir haben alle die Bilder im TV gesehen«, sagte der Kanadier. »Aber Respekt vor meinen Jungs. Sie haben ihr Herz auf dem Parkett gelassen.«

Am Montag (19.30 Uhr/Magenta Sport) kommt es in Heidelberg zum zweiten Duell zwischen beiden Teams. Dann wird sich das Gesicht der deutschen Mannschaft ändern. Fest steht bereits, dass Maodo Lo und Johannes Thiemann von Alba Berlin zum Team stoßen werden. Herbert hofft zudem noch auf Andreas Obst von Bayern München. Allerdings werden auch die Israelis sehr wahrscheinlich mit einigen Spielern aus der Euroleague nach Deutschland kommen. Unter anderem soll Albas Tamir Blatt dann dabei sein.

In Tel Aviv musste Deutschland aber noch auf die Spieler aus der Euroleague verzichten. Die Gäste taten sich vor 3500 Zuschauern anfangs vor allem in der Offensive sehr schwer. Defensiv hielt das Herbert-Team gut dagegen, im Angriff lief aber nicht viel zusammen. Nach zehn Minuten stand es so 15:12 für die Gastgeber.

Im zweiten Abschnitt zog Israel dann zunächst auf elf Punkte davon (28:17). Doch die deutsche Mannschaft bewies Moral, kämpfte sich zurück und ging Mitte des zweiten Viertels erstmals in Führung (30:29). Zur Pause lag Deutschland knapp vorne (35:33).

Nach dem Seitenwechsel kam die deutsche Auswahl, bei der der Hamburger Max DiLeo sein Debüt im Deutschland-Trikot feierte, gut aus der Kabine und setzte sich erstmals ein bisschen ab (42:35). Vor allem offensiv blieben viele Aktionen aber zerfahren, bis zum Schlussviertel war Israel wieder da und ging sogar mit einer knappen Führung in die letzten zehn Minuten.

Dort setzte sich Israel zunächst kurz ab, doch zwei Dreier vom zweiten Hamburger Debütanten Robin Christen und von Kapitän Benzing brachten Deutschland wieder zurück. In der Schlussphase trafen dann Routinier Benzing und der erst 20 Jahre alte Justus Hollatz weitere wichtige Dreier und sicherten Deutschland so den eminent wichtigen Erfolg.

Im Stenogramm / Israel - Deutschland 67:71 (33:35): Beste Werfer: Ginat (20), Madar (12) für Israel - Benzing (17), Hollatz (16), Sengfelder (11) für Deutschland. - Zuschauer: 3500.

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Robin Benzing ist in der WM-Qualifikation mit 17 Punkten erfolgreichster Werfer beim deutschen 71:67-Sieg in Israel. © IMAGO

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