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Geiger düpiert die Konkurrenz

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Vinzenz Geiger trumpft beim Jahresausklang auf. © DPA

(sid). Nach einem Arbeitstag im sensationellen Sprinttempo lehnte sich Vinzenz Geiger kurz zurück und genoss den Rückblick auf ein gleichsam sensationelles Jahr. »Es war die beste Art, um dieses 2022 zu beenden«, sagte der Kombinations-Olympiasieger. Mit einer grandiosen Aufholjagd war der Oberstdorfer im Februar zum Peking-Gold gestürmt, mit einer ebensolchen raste er zum Jahresausklang zum ersten Saisonsieg - und das lässt Großtaten für 2023 erwarten.

»Ich springe noch nicht perfekt, aber der Langlauf war perfekt«, sagte Geiger, nachdem er am Samstag in Ramsau am Dachstein das Feld quasi rasiert hatte: Von Platz 14 mit 1:09 Minuten Rückstand war Geiger in die Loipe gegangen, nach sieben von zehn Kilometern führte er und lief schließlich ungefährdet in Triumphpose ins Ziel.

»Da steckte heute kein Plan hinter. Ich habe einfach alles rausgehauen«, sagte Geiger nach dem »Start-Ziel-Sprint« zum zehnten Weltcup-Erfolg in der ARD. Nach drei dritten Plätzen in Serie habe er »einfach die Chance ergreifen wollen. Dass ich gewinne, hätte ich nicht gedacht.«

Deutlich Führender nach dem Springen war nämlich der Norweger Jarl Magnus Riiber, unbestritten bester Kombinierer der Welt und am Tag zuvor zum 53. Mal im Weltcup erfolgreich. Als dieser Ausnahmeathlet in der dritten von vier Runden eine weiße Mütze an sich vorbeifliegen sah, staunte er nur noch Bauklötze - statt Weltcupsieg 54 wurde es nur Platz drei mit 6,1 Sekunden Rückstand auf Geiger.

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