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In seinem Element - Handball-Bundestrainer Alfred Gislason bleibt bis 2024 in seiner Funktion.

Gislason bleibt Chef

(dpa). Der Deutsche Handballbund (DHB) hat einen Tag vor Heiligabend Klarheit geschaffen und Bundestrainer Alfred Gislason mit einem Vertrag bis zum Sommer 2024 ausgestattet. Der 62 Jahre alte Isländer, dessen Arbeitspapier im Februar ausgelaufen wäre, soll die Nationalmannschaft nicht nur bei der kommenden EM (13. bis 30. Januar 2022 in Ungarn und der Slowakei) anleiten, sondern auch bei der WM 2023 in Polen und Schweden sowie bei den Großereignissen 2024:

der Heim-EM und den im Sommer folgenden Olympischen Spielen in Paris. »Wir haben in den vergangenen Monaten vieles auf den Weg gebracht. Ich bin mir sicher, dass uns die weitere Entwicklung der aktuell sehr jungen und noch unerfahrenen Mannschaft viel Freude machen wird«, sagte Gislason, der das Weihnachtsfest mit seinen Kindern und Enkelkindern in Island verbringt. Für den anstehenden Weg warb er trotz vieler Großereignisse um Geduld. Voraussetzung sei, »dass wir für diesen Weg Zeit bekommen«.

Gislason folgte Anfang 2020 auf Christian Prokop und hat seither mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. Zunächst bremste die Corona-Krise den professionellen Sport monatelang aus. Es folgten Geisterspiele und Turniere, bei denen der Chefcoach zahlreiche Leistungsträger ersetzen musste. Das historisch schlechte Abschneiden bei der WM in Ägypten (Platz zwölf) ließ den Verband keineswegs am neuen Trainer zweifeln, wie nun auch die langfristige Verlängerung belegt.

»Alfred Gislason passt mit all seiner Erfahrung sehr gut zum Neuaufbau unserer Nationalmannschaft. Diese neue und junge Formation wird einen so erfahrenen Trainer als Fels in der Brandung sehr gut gebrauchen können«, sagte Verbandspräsident Andreas Michelmann. Bei den Olympischen Spielen in Tokio schaffte es das DHB-Team zwar bis ins Viertelfinale, verlor dort aber gegen Ägypten. Nun wartet die Europameisterschaft, die Gislason mit Blick Richtung Heim-EM in zwei Jahren erneut mit einer jungen Mannschaft in Angriff nehmen wird.

Der Bundestrainer hat nach mehreren Rücktritten und Absagen aus der Not eine Tugend gemacht und gleich neun Turnierneulinge in den 19-köpfigen Kader berufen - darunter Wetzlars Keeper Till Klimpke.

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