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Goldrausch und kein Ende

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Zwei EM-Titel hat Emma Hinze bereits geholt. © AFP

(sid). Lisa Brennauer entspannte am ersten Tag ihres Bahnrad-Ruhestands im sommerlichen Olympiapark, da nahm Emma Hinze den nächsten Titel auf dem Holzoval ins Visier. Die beste deutsche Sprinterin gönnte sich bei der so erfolgreichen Heim-EM in München keine Pause und zog am Sonntag ins Sprint-Halbfinale ein - der beeindruckende Goldrausch der deutschen Bahnrad-Asse soll schließlich fortgesetzt werden.

»Wir haben noch Chancen, weiter um Medaillen zu fahren«, sagte Sprint-Bundestrainer Jan van Eijden und kündigte an: »Wir werden das mit aller Präzision und Konzentration angehen.«

Die Konkurrenz muss sich fürchten, wenn sie es nicht ohnehin schon tut. Die Dominanz der Starterinnen und Starter des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) war teilweise erdrückend. Acht Medaillen, davon fünf goldene und drei silberne, hat der deutsche Verband nach drei Wettkampftagen auf dem Konto. Der BDR punktet auf der Bahn mit Erfolgen - und Typen. Wie Hinze. Wille und Kraft zahlen sich für die fünfmalige Weltmeisterin aus. Gold im Teamsprint zum EM-Auftakt war fest eingeplant, ihr Sieg im 500-m-Zeitfahren dagegen kam selbst für die 24-Jährige aus Cottbus überraschend. »Ich bin eigentlich eher aus Spaß an den Start gegangen, sonst fahre ich diese Disziplin ja nicht«, sagte Hinze, die die europäische Konkurrenz düpierte. In ihren Kern-Disziplinen Sprint und Keirin sind weitere Siege möglich. Am Montag steht sie wie Lea Sophie Friedrich im Sprint-Halbfinale.

Auch im Ausdauerbereich punktete der BDR. Der Gold-Vierer von Tokio siegte in der Mannschaftsverfolgung, in der Einerverfolgung gewann Mieke Kröger das emotionale deutsche Finale gegen Lisa Brennauer. Im Anschluss flossen Tränen - es war Brennauers letztes Rennen auf der Bahn. »Es war ein toller Abschluss. Wenn mich einer schlagen darf, dann Mieke«, sagte die siebenmalige Weltmeisterin: »Sie hat es verdient.« Verdient war auch das Gold von Youngster Nicolas Heinrich. Der 20-Jährige aus Zwickau triumphierte am Samstag in der Einerverfolgung. Am Sonntagabend legte der Berliner Theo Reinhardt mit Silber im Ausscheidungsfahren nach.

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