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Hannover entzaubert Gladbach

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Hannovers Maximilian Beier hat mit seinem Doppelpack maßgeblichen Anteil am Erfolgt im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach. © DPA

(dpa/sid). Vorjahresfinalist RB Leipzig hat ohne viel Glanz das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht. Der Fußball-Bundesligist wurde im Duell mit Zweitligist Hansa Rostock seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich in der heimischen RedBull-Arena mit 2:0 (1:0) durch. Yussuf Poulsen (6.) und Dani Olmo (82.) erzielten die Tore. Damit dürfen die Sachsen, die 2019 und 2021 bereits das Endspiel erreicht hatten, weiter auf den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte hoffen.

Eine herbe Enttäuschung lieferte hingegen Bayern-Bezwinger Borussia Mönchengladbach. Das Team von Trainer Adi Hütter verlor beim Zweitligisten Hannover 96 nach einer schwachen Vorstellung deutlich mit 0:3 (0:2) und schied sang- und klanglos aus. Maximilian Beier (4., 51.) und Sebastian Kerk (36.) per Handelfmeter nach Videobeweis trafen für die Niedersachsen, die erstmals seit 15 Jahren wieder in der Runde der letzten acht stehen.

Noch in Runde zwei hatte das Team von Trainer Adi Hütter Rekordsieger Bayern München mit 5:0 deklassiert. Damit geht das lange Warten auf den ersten Titel seit 1995 weiter. Die Platzherren nutzten vor 500 Zuschauern gleich ihre erste Torchance zur Führung. Nach einem Fehler von Nico Elvedi war Maximilian Beier in der vierten Minute erfolgreich. Nach Videobeweis traf Sebastian Kerk per Handelfmeter (36.), Neuzugang Marvin Friedrich war der Unglücksrabe. Sechs Minuten nach Wiederbeginn spielte Beier erneut seine Schnelligkeit aus und schloss einen Konter eiskalt ab. Die Borussia hatte zuletzt schon in der Liga fünf der vergangenen sieben Begegnungen verloren, eine besorgniserregende Talfahrt.

Der schnelle Rückstand lähmte die Gäste sichtlich. Abgesehen von einer Torgelegenheit für Florian Neuhaus (12.), der aus kurzer Distanz am starken 96-Torhüter Ron-Robert Zieler scheiterte, brachte der Bundesliga-Zwölfte fast eine halbe Stunde lang keinen zwingenden Angriff zustande. Hütter reckte immer wieder entgeistert die Arme in den Hannoveraner Abendhimmel.

In der Halbzeitpause reagierte Hütter auf den enttäuschenden Zwischenstand. Breel Embolo sollte der Offensive der Gäste mehr Durchschlagskraft verleihen, auch Denis Zakaria kam ins Spiel. Doch auch diese personelle Maßnahme fruchtete nicht. Beim dritten Gegentreffer ließen sich die Gäste nach einer eigenen Ecke auskontern. Manu Kone machte dabei eine schlechte Figur.

Der Weg nach Berlin scheint derweil frei: RB Leipzig ist mit einem Arbeitssieg ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen und darf in Abwesenheit von Bayern München und Borussia Dortmund vom ersten Titel der Vereinsgeschichte träumen. Gegen den Zweitligisten Hansa Rostock gewann der Bundesliga-Vizemeister und Vorjahresfinalist am Mittwoch sein Achtelfinale mit 2:0 (1:0).

Stürmer Yussuf Poulsen (6.) und Dani Olmo (82.) schossen die Leipziger in die nächste Runde, die am 1. und 2. März ausgespielt wird. Nachdem die Bayern und auch der Titelverteidiger BVB ausgeschieden sind, gehört RB zum engsten Favoritenkreis auf den Pokalsieg im Endspiel am 21. Mai in Berlin. In den vergangenen drei Saisons hatte Leipzig zweimal das Finale erreicht, jedoch 2019 gegen die Münchner (0:3) und 2021 gegen Dortmund (1:4) verloren.

Gegen Rostock wurde RB vor 1000 Fans in der Red-Bull-Arena schnell der Favoritenrolle gerecht. RB-Trainer Domenico Tedesco hatte die Aufstellung auf einer Position im Vergleich zum 2:0-Sieg beim VfB Stuttgart geändert - Benjamin Henrichs spielte für Andre Silva und Christopher Nkunku rückte neben Poulsen ins Sturmzentrum. Der Däne traf schon in der Anfangsphase. Lukas Klostermann brach an der rechten Strafraumseite durch und fand mit seiner Flanke den völlig freien Poulsen, der einköpfte. Olmo machte dann kurz vor Schluss alles klar.

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