Hase/Seegert verpatzen Kür

(dpa). Deutschlands beste Paarläufer Minerva Hase/Nolan Seegert haben bei der Eiskunstlauf-EM in Tallinn/Estland die Generalprobe für die Olympischen Winterspiele in Peking verpatzt. Die EM-Fünften von 2020 rutschten in der Kür nach kapitalen Fehlern mit 168,75 Punkten auf den achten Platz ab. »Besser die Fehler sind jetzt passiert. Die große Prüfung kommt noch«, meinte Paarlauf-Olympiasiegerin Aljona Savchenko als Kommentatorin für Eurosport.

Nicht an ihr Leistungsvermögen heranreichen konnten auch Annika Hocke/Robert Kunkel (Berlin). Sie waren als EM-Siebte angereist und landeten mit 156,91 Punkten auf dem 13. Rang. Die EM-Debütanten Letizia Roscher/Luis Schuster (Chemnitz) qualifizierten sich nicht für das Finale.

In einer eigenen Eislauf-Welt bewegten sich Russlands Paare, allen voran die Weltmeister Anastasia Mischina/Aleksander Gallimow, die ihre Rivalen aus dem eigenen Land mit 239,82 Punkten ausstachen. EM-Silber gewannen Jewgenia Tarassowa/Wladimir Morosow (236,43) vor den Titelverteidigern Aleksandra Boikowa/Dimitri Koslowski (227,23). Damit gingen wie bei der EM 2020 in Graz wieder alle drei Medaillen an Russland.

Der Dortmunder Nikita Starostin hat am Freitagabend derweil überraschend den viermaligen deutschen Meister Paul Fentz in den Schatten gestellt. Bei seiner bemerkenswerten EM-Premiere setzte der 19 Jahre alte gebürtige Russe vom ERC Dortmund Westfalen Kunstlauf in der Kür sieben Dreifach-Sprünge - darunter zwei Axel - auf das Eis. Dies honorierten die Preisrichter mit 214,40 Punkten und dem 13. Platz.

Dem zehn Jahre älteren Berliner Fentz gelang zwar der vierfache Toeloop. Er patzte am gestrigen Abend aber bei fast allen weiteren Sprüngen und fiel mit 206,06 Punkten auf Rang 16 zurück. »Ich habe mich gut gefühlt und war bereit. Woran es gelegen hat, weiß ich absolut nicht«, sagte Fentz.

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