1. Startseite
  2. Sport
  3. Sportmix

Hennig als Fünfte »total glücklich«

Erstellt: Aktualisiert:

imago1008940913h_040122_4c
Links die Schwedin Ebba Andersson, rechts die als Fünfte überzeugende Katharina Hennig. © IMAGO

(sid). Erst Pech mit einem Stockbruch, dann »Störmanöver« von hinten: Langläuferin Katharina Hennig hat auf der vorletzten Etappe der Tour de Ski den ganz großen Wurf verpasst, als Fünfte aber erneut ihre Weltklasse über zehn Kilometer im klassischen Stil unter Beweis gestellt. »Ich bin total glücklich. Ich habe bestätigt, dass ich vorne mitlaufen kann.

Das ist die Hauptsache«, sagte die 25-Jährige, die in der Gesamtwertung auf Rang neun kletterte.

Hennig begann auf der Olympiastrecke von 2026 in Val di Fiemme, wo sie in den vergangenen zwei Jahren jeweils auf das Podium gelaufen war, mit einem Malheur. »In der ersten Runde hatte ich einen Stockbruch und hing ganz am Ende des Feldes. Das hat Körner gekostet. Hier bekommt man eben nichts geschenkt«, sagte die Sächsin.

Hennig startete aber eine Aufholjagd und war Teil einer sechsköpfigen Spitzengruppe, die sich nach der Hälfte der Strecke absetzte. Bei der letzten Zwischenzeit war Hennig Dritte, am finalen Anstieg musste sie aber abreißen lassen - auch weil die Konkurrenz unfreiwillig eingriff. »Die Läuferin hinter mir ist ständig auf meine Ski getreten. Da war der Schwung weg«, sagte Hennig.

Am Ende fehlten zu ihrem zweiten Podest des Olympiawinters nur sechs Sekunden, dennoch bedeutete Rang fünf das bislang beste deutsche Ergebnis bei der Tour. »Katha hat wieder ein tolles Rennen absolviert. Das war eine Paradelauf«, sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder.

Der Sieg ging wie schon am Samstag im Sprint an Natalja Neprjajewa. Bei den Männern schrieb Topstar Johannes Hösflot Kläbo Geschichte: Der Norweger egalisierte mit seinem 46. Einzelsieg den Weltcup-Rekord seines Landsmanns Björn Dählie. Dreifach-Olympiasieger Kläbo ist erst 25 Jahre alt - Dählie war dagegen schon 31, als er im März 1999 seinen letzten Weltcupsieg holte.

Bester Deutscher war Janosch Brugger auf Rang 18. Bei den Frauen sorgte Katherine Sauerbrey (Steinbach-Hallenberg) für eine Überraschung, indem sie als Zwölfte die halbe Norm für Olympia erfüllte. »Ich bin mega happy, es war so ein cooles Rennen. Ich kann es selbst noch nicht glauben«, sagte die 24 Jahre alte Sauerbrey nach dem besten Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere.

Sowohl Neprjajewa als auch Klaebo bauten mit ihren Siegen die Führung in der Gesamtwertung aus. Die Entscheidung fällt am Dienstag, wenn der brutal steile »Final Climb« auf die legendäre Alpe Cermis ansteht. Der Sieger erhält jeweils ein Preisgeld in Höhe von 55 000 Schweizer Franken (ca 53 100 Euro).

Auch interessant