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Hochklassiges Fahrerfeld

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(sid). Rallye-Rekordweltmeister Sebastien Loeb gibt sich die Ehre, Ex-Champion Rene Rast kehrt zurück, und das Starterfeld ist mit 29 Wagen prall gefüllt: Die DTM geht am Wochenende im portugiesischen Portimao in die neue Saison - und hat sich nach Zeiten voller Zweifel auch ohne Werksunterstützung wieder stabilisiert und als GT3-Rennserie etabliert.

Serienchef Gerhard Berger bezeichnet die DTM als »anspruchsvollste GT3-Meisterschaft der Welt«, sie habe ein »extrem starkes Feld« mit »Ex-Champions und einem guten Mix aus vielen guten Talenten« wie etwa David Schumacher (20), dem Sohn des Ex-Formel-1-Piloten Ralf Schumacher.

Das sagt auch Loeb, der am Auftakt-Wochenende mit den Rennen am Samstag und Sonntag (jeweils 13.30 Uhr/ProSieben und ServusTV) den Neuseeländer Nick Cassidy ersetzt. Angesicht des »wirklich sehr starken Niveaus der Fahrer« rechnet sich der Franzose keine allzu großen Chancen auf Spitzenergebnisse aus.

Unabhängig vom Abschneiden in der DTM sei Loeb »ein absoluter Hero, er steht auf der gleichen Stufe wie Michael Schumacher und Valentino Rossi«, sagte Titelverteidiger Maximilian Götz, der dem Franzosen direkt einen Tipp mit auf den Weg gab: »Ich habe ihm gesagt, er soll einfach auf dem Asphalt bleiben.«

Dass die DTM derart gut dasteht, ist bemerkenswert. Es ist knapp anderthalb Jahre her, dass die Serie nach dem Ende der Class-One-Ära und dem Rückzug der Hersteller vor dem Aus stand. Berger setzte damals notgedrungen auf GT3-Autos und Kundensport - mit Erfolg. Dass Ikonen wie Loeb und Rast nach einem missglückten Formel-E-Ausflug DTM fahren, spricht für sich.

Berger, früherer Formel-1-Pilot, will die Serie weiter international promoten, was sich im Rennkalender bemerkbar macht. Vier der acht Stationen befinden sich in Deutschland (Lausitzring, Norisring, Nürburgring, Hockenheimring), dazu kommen Portimao, Imola, Spa und der Red-Bull-Ring.

In naher Zukunft wollen Berger und Co. zudem auf Rennen mit Elektroantrieb setzen. Das Konzept der »DTM Electric« stehe zu »80 bis 90 Prozent«, sagte der Österreicher zuletzt: »Aber wir sind noch in der Refinanzierung, Corona und der Krieg haben das zusätzlich erschwert. Wir gehen in kleinen Schritten vorwärts und hoffen, dass wir nächstes Jahr den Prototyp präsentieren können, der die Leistung bringt, die wir uns vorstellen.«

Und damit auch interessant wäre für Motorsportbegeisterte und Hersteller. Die Formel E, die ja bereits auf Elektroantrieb setzt, sei »zu langsam, zu unspektakulär für den Fan«, meinte Berger: »Es kann nur funktionieren, wenn der Sportler wieder ins Schwitzen kommt und an seine Grenzen stößt. Ich glaube, dass dem Fan recht ist, wenn die Leistung aus einem nachhaltigen Antrieb kommt. Aber er will Leistung und schnellen Motorsport sehen.« Ab diesem Wochenende zunächst im GT3-Format.

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