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In der Abendsonne aufs Podest

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Karl Geiger springt in Lillehammer auf Rang drei. © DPA

(sid). Karl Geiger ließ sich weder vom Stromausfall noch der tief stehenden norwegischen Sonne stören: Mit seinem elften Podestplatz der Saison hat der Olympia-Dritte in Lillehammer erneut seine Topform unter Beweis gestellt. Als Dritter hinter Sieger Stefan Kraft und Dauer-Rivale Ryoyu Kobayashi machte Geiger zudem in der Gesamtwertung der hoch dotierten Raw-Air-Serie viel Boden gut.

»Dritter, das ist eine sehr gute Platzierung. Ich bin sehr zufrieden mit dem Tag, auch wenn noch ein bisschen Luft nach oben war«, sagte Geiger im ZDF. Der Skiflug-Weltmeister segelte auf dem Lysgardsbakken auf 135,0 und 134,5 m, schon nach dem ersten Durchgang hatte er auf Rang drei gelegen. Glänzend aufgelegt präsentierte sich zudem Ex-Weltmeister Markus Eisenbichler als Sechster.

Nicht zu schlagen war aber der Österreicher Kraft, der 2017 die Raw-Air-Premiere gewonnen hatte und nun nach drei von neun Sprüngen der fünftägigen Serie erneut in Führung liegt. Hinter Kraft folgte am Mittwoch der formstarke Japaner Kobayashi. Der Olympiasieger baute damit auch seine Führung im Gesamtweltcup aus, mit 1402 Punkten liegt er aber weiter nur knapp vor Geiger (1339).

Geiger hofft daher weiter, als erster DSV-Adler seit Severin Freund im Jahr 2015 die Kristallkugel zu gewinnen. »Natürlich schielt man da hin, da wäre man nicht ehrlich zu sich selbst«, sagte der 29-Jährige nach einem Wettkampf, der im zweiten Durchgang wegen eines Stromausfalls für mehrere Minuten unterbrochen werden musste.

Auch in der Gesamtwertung der Norwegen-Tournee kletterte Geiger auf Rang drei hinter Kraft und Kobayashi, nach der mäßigen Qualifikation am Mittwoch hatte der DSV-Adler nur auf Rang 14 gelegen. Im Kampf um die Siegprämie in Höhe von 35 000 Euro zählen bis Sonntag neben den sechs Wettkampfsprüngen auch die drei Flüge aus den Qualifikationen.

Constantin Schmid überzeugte am Donnerstag als Zwölfter erneut, auch Ex-Weltmeister Severin Freund (18.) und Stephan Leyhe (26.) landeten in den Punkten. Der in den Weltcup zurückgekehrte Andreas Wellinger verpasste auf der Olympia-Schanze von 1994 als 41. dagegen den zweiten Durchgang.

Althaus Zehnte

Skispringerin Katharina Althaus hat in ihrem ersten Wettkampf nach dem Gewinn der olympischen Silbermedaille und der folgenden Corona-Pause ihr schwächstes Ergebnis des Winters erzielt. Die Oberstdorferin kam beim Weltcup in Lillehammer nicht über den zehnten Platz hinaus. Der Sieg beim zweiten von vier Wettbewerben der norwegischen Raw-Air-Tour ging an die Österreicherin Marita Kramer.

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