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Jubelstimmung bei der Eintracht

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Entscheidenden Anteil am 3:2-Erfolg in Mönchengladbach haben die Frankfurter Jesper Lindström (l.), Filip Kostic (r.) und Daichi Kamada, der soeben den Siegtreffer erzielt hat. © Imago Sportfotodienst GmbH

Eintracht Frankfurt siegt einfach weiter - und stürzt auch den ehemaligen Trainer Hütter immer mehr ins Tief. Mit dem 3:2- Erfolg in Mönchengladbach setzt die Eintracht ihren Lauf fort.

Zufrieden klatschte Oliver Glasner die Fußball-Profis von Eintracht Frankfurt nach dem Auswärtssieg ab. Der schwer angeschlagene Ex-Trainer Adi Hütter, für den es bei Borussia Mönchengladbach immer ungemütlicher wird, war derweil erneut bedient. Die Fohlen verloren am Mittwoch trotz 1:0-Führung ihr Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt mit 2:3 (1:1). Rafael Borré (45. Minute), Jesper Lindström (50.) und Daichi Kamada (55.) besiegelten die achte Saisonniederlage der in Nähe der Abstiegsränge abgestürzten Gladbacher, für die Florian Neuhaus (6.) und Ramy Bensebaini (54./Foulelfmeter) trafen. Vor 10 028 Zuschauern sah Frankfurts Tuta Gelb-Rot (70.).

Torhüter Kevin Trapp hatte etwas Mitgefühl für seinem ehemaligen Trainer Hütter. »Für ihn ist es gerade eine schwierige Zeit - wie für den ganzen Verein«, sagte er, hob aber mehr die Leistung seines Teams hervor. »Wir haben echt viel dafür getan, dass wir das Spiel gewinnen. Wir haben momentan den Lauf und die Mentalität, direkt wieder zurückzuschlagen.«

Nach den drei deftigen Niederlagen in Serie mit 14 Gegentoren hatte Mönchengladbachs Trainer Hütter seine Mannschaft auf gleich vier Positionen verändert und ihr in der Defensive eine Dreierkette verordnet. So kehrte Nationalspieler Florian Neuhaus nach drei Spielen wieder in die Startelf zurück. Neben dem Mittelfeldspieler waren auch Laszlo Benes, Luca Netz und Alassane Plea neu im Team. Und die Rückkehr von Neuhaus zahlte sich bereits nach wenigen Minuten aus. Nach einem feinen Angriff über Luca Netz und Joseph Scally kam der Ball zum Nationalspieler, der ihn vom Oberkörper abtropfen ließ und mit einem platzierten Schuss Frankfurts Keeper Trapp keine Chance ließ. 20 Minuten später parierte der Nationaltorhüter einen wuchtigen Schuss von Plea.

Die Partie war wegen des Trainer-Themas um Hütter mit Spannung erwartet worden. Der Österreicher war vor der laufenden Saison und nach einigem Hin und Her für eine Ablösesumme von 7,5 Millionen Euro von Frankfurt nach Mönchengladbach gewechselt. Seine Mannschaft war über weite Strecken der ersten Halbzeit bissiger und konsequenter in den Zweikämpfen. Die Eintracht war immer dann gefährlich, wenn es über links mit Filip Kostic ging. Pech hatten die Frankfurter nach einer halben Stunde: Kristijan Jakic musste wegen muskulärer Probleme durch Sebastian Rode ersetzt werden.

Kurz vor dem Pausenpfiff guckte der gesperrte Lars Stindl von der Bank ungläubig aufs Spielfeld. Nach einem leichtfertigen Ballverlust von Denis Zakaria reagierten die Frankfurter schnell. Lindström passte flach von rechts in den Strafraum, wo Borré im Zentrum nur noch den Fuß an den Ball zu halten brauchte, um Gladbachs Schlussmann Yann Sommer zu überwinden. Nur vier Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit setzte es für die Fohlen den nächsten Nackenschlag. Völlig unbedrängt kam Lindström im Strafraum zum Torschuss und bewies mit dem Treffer zum 2:1 die Comeback-Qualitäten der Eintracht.

Kamda erzielt den Siegtreffer

Dann überschlugen sich die Ereignisse. Die Gladbacher kamen durch einen an Kouadio Manu Koné verwirktes Foul zu einem Elfmeter, den Bensebaini sicher verwandelte. Nahezu im Gegenzug schoss Kamada nach einem Solo das 3:2 für Frankfurt. Lindström vergab mit einem Pfostenschuss kurz darauf die Vorentscheidung. Nach Gelb-Rot für Tuta brachten die Frankfurter die Führung über die Zeit - zur Freude von Glasner: »Am Ende haben wir mit großem Herz den Sieg verteidigt.« Hütter meinte: »Es war eine unverdiente Niederlage.«

Mönchengladbach: Sommer - Ginter, Zakaria, Bensebaini - Scally (76. P. Herrmann), Koné, Benes (64. Thuram), Netz (89. Bennetts) - Embolo, Neuhaus (64. Kramer) - Pléa.

Frankfurt: Trapp - Tuta, Hinteregger, Ndicka - da Costa, Sow (83. Lenz), Jakic (28. Rode), Kostic - Lindström (83. Barkok), Kamada - Borré (73. Hasebe).

Im Stenogramm: SR: Petersen (Stuttgart). - Zu.: 10 028. - Tore: 1:0 Neuhaus (6.), 1:1 Borré (45.), 1:2 Lindström (50.), 2:2 Bensebaini (54./Foulelfmeter), 2:3 Kamada (55.). - Gelbe Karten: Embolo (2), Koné (5)/Borré (2), da Costa (2), Lenz (4). - Gelb-Rot: - / Tuta (70./wiederholtes Foulspiel). - Beste Spieler: Koné, Neuhaus / Kostic, Lindström.

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