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Kämna triumphiert

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(sid). Lennard Kämna ließ seine Verfolger stehen, jagte den Spitzenreiter den Ätna hinauf - und wurde auf dem Gipfel des Vulkans für die Strapazen des Tages belohnt. Auf der vierten Etappe des Giro d’Italia flog der 25-jährige Radprofi zu seinem zweiten Tagessieg bei einer großen Landesrundfahrt nach dem Erfolg bei der Tour de France 2020. Im Schlusssprint setzte er sich gegen den neuen Gesamtführenden Juan Pedro Lopez (Trek-Segafredo) aus Spanien durch.

»Ich hatte fast gedacht, ich habe es verloren«, sagte Kämna zum dramatischen Etappenende, als Lopez sich kurzfristig abgesetzt hatte. »Doch ich habe ihn eingeholt und konnte mich vor dem Sprint erholen«, sagte er: »Ich bin sehr, sehr glücklich.« In der Gesamtwertung ist Kämna mit 39 Sekunden Rückstand auf Lopez Zweiter.

Kämna präsentierte sich extrem angriffslustig. Er wusste, was auf ihn wartete: 172 schwere Kilometer von Avola auf den Ätna, eine gute Chance für den formstarken Allrounder aus Wedel, der die erste Ausreißergruppe nutzte, um den Favoriten im Feld zu entkommen. Die ließen es zunächst gemütlich angehen, die Rundfahrt entscheidet sich erst in der letzten Woche.

Nicht mehr mit dabei sein wird der Kolumbianer Miguel Angel Lopez, der sich als einer der Top-Anwärter auf den Gesamtsieg verabschiedete. Der Giro-Dritte von 2018 stieg mit einer Hüftverletzung kurz nach dem Start der Etappe aus. Stark zeigte sich Kämnas Teamkollege Emanuel Buchmann, der mit den Favoriten Richard Carapaz aus Equador (Ineos) und dem Briten Simon Yates (BikeExchange-Jayco) 2:37 Minuten nach Kämna ins Ziel kam. Buchmann (Ravensburg) liegt auf Platz 21 in der Gesamtwertung - mit 2:39 Minuten Rückstand.

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