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Kleber schuftet unermüdlich

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Nationalspieler Maximilian Kleber (l.) hat mit den Dallas Mavericks in den NBA-Playoffs viel vor. © IMAGO

(sid). Maximilian Kleber schuftet unermüdlich für sein großes Ziel - die Playoffs. Der Basketball-Nationalspieler arbeitet mit Nachdruck an der Stabilität seines lädierten Knöchels - und das »leichte Aufbautraining« schlägt an. Unmittelbar vor dem Start der NBA-Meisterrunde hat der Profi der Dallas Mavericks, wie er selbst sagt, »einen Schritt nach vorne gemacht« und fühlt sich »bereit für Samstag«.

Denn dann wird es so richtig ernst.

Die Utah Jazz sind der schwierige Erstrundengegner, doch Kleber und Co. erleben etwas, das sie aus den Vorjahren so nicht kannten: Die Texaner, die 2020 und 2021 zweimal an der Einstiegshürde Los Angeles Clippers gescheitert waren, sind durchaus favorisiert. »Grundsätzlich haben wir ja bewiesen, dass wir eine gute Mannschaft sind und gut spielen können«, sagt Kleber: »Jetzt müssen das halt in den Playoffs auch noch beweisen.«

Als Vierter der Western Conference beendeten die Mavs die Hauptrunde - so gut waren sie nicht, seit sie mit Dirk Nowitzki 2011 die Meisterschaft holten. »Wie weit es dann geht, hängt von so vielen Faktoren ab - da will ich lieber nichts beschreien«, wiegelt Kleber jedoch ab. Eine dieser Variablen ist ganz sicher Superstar Luka Doncic, der aktuell mit Wadenproblemen fehlt. Kaum jemand vermag einzuschätzen, ob er gegen die Jazz zaubern kann.

Die Kombination Doncic/Kleber dürfte in den Playoffs ein Schlüssel für Dallas sein. Der Deutsche fungiert im »Pick and Roll« als beliebte Anspielstation und Blocksteller für den slowenischen Spielmacher und glänzt normalerweise auch als treffsicherer Shooter. Doch der 30-Jährige hat eine durchwachsene Hauptrunde mit »nur« 59 Einsätzen hinter sich. Verletzungen plagten ihn, und seine Feldwurf-Quote ließ mit 39,8 Prozent zu wünschen übrig. »Ich bin persönlich nicht ganz so zufrieden, dass mein Wurf dieses Jahr nicht so gut war«, so Kleber.

Defensiv, sagt Kleber, habe er seine Rolle aber wie sonst auch immer gut gespielt. Dies eint ihn mit seinem Nationalmannschaftskollegen Daniel Theis, der bei den Boston Celtics ein ähnlich wichtiger Baustein wie Kleber in Dallas ist. Theis’ Erstrundengegner ab Sonntag, die Brooklyn Nets um Kyrie Irving, liest sich auf dem Papier sogar noch härter als die Jazz. Und vielleicht schafft es auch Isaiah Hartenstein mit den Clippers ins Starterfeld. Dafür müsste Los Angeles jedoch am Samstag sein Qualifikationsspiel gegen die San Antonio Spurs oder New Orleans Pelicans gewinnen.

Und obwohl sich alle Gedanken derzeit auf die Playoffs fokussieren, blickt Kleber bereits über den Tellerrand hinaus. Auf den Moment, in dem die deutschen NBA-Profis womöglich alle gemeinsam auf dem Parkett stehen - bei der Heim-EM in Köln und Berlin (1. bis 18. September). Bundestrainer Gordon Herbert war gerade in den USA und rannte bei Kleber offene Türen ein. Eine Zusage hänge auch von der Gesundheit und anderen Faktoren ab: »Aber klar: Das ist eine Heim-EM in Deutschland. Was Cooleres gibt es als Sportler fast gar nicht.«

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