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Köln will Bayern ärgern

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Engagiert an der Seitenlinie: Kölns Trainer Steffen Baumgart beim 3:1-Sieg in Berlin. © IMAGO

(sid). Steffen Baumgart feierte den Sprung auf den Europacup-Platz nur kurz, der Trainer des 1. FC Köln nahm sofort die großen Bayern aus München ins Visier. Nach drei Siegen in Folge soll nun auch der Rekordmeister Punkte beim Überraschungsteam lassen. Er habe das Gefühl, so Baumgart, »wenn ich mich hinten reinstelle, kann ich genauso den Arsch voll kriegen, als wenn ich nach vorne spiele«.

Und im Vollgas-Modus läuft es gerade prächtig.

Mit leidenschaftlichem Offensivspiel bezwangen die Kölner am Sonntag Hertha BSC 3:1 (2:0) und katapultierten sich auf Platz sechs. Mit 28 Punkten sind die Rheinländer gar nur zwei Zähler von der Champions League entfernt.

Logisch, dass Baumgart auch am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den FC Bayern etwas mitnehmen will. »Warum nicht? Wir haben sie auch beim 2:3 im Hinspiel geärgert«, so der Coach: »Da haben wir zwar verloren, es hat aber Spaß gemacht.« Damals, am 2. Spieltag Ende August, glich Köln ein 0:2 in der Allianz-Arena aus und unterlag später nur unglücklich. Was danach folgen würde, war aber zu diesem Zeitpunkt kaum abzusehen.

Baumgart formte aus der Mannschaft, die in der Vorsaison in der Relegation gerade so den Klassenverbleib rettete, einen Anwärter auf das internationale Geschäft. In kürzester Zeit impfte er einem vergleichbaren Kader, der selten für schönen Fußball stand, die typische Baumgart-DNA ein.

Überschwänglich, wie es vielleicht manchmal die Kölner Art ist, wurde der 50-Jährige nach dem Sieg in Berlin nicht. Das würde auch nicht zu ihm passen: »Jetzt bleiben wir mal entspannt. Wir sind froh, dass wir die 28 Punkte haben, weil das den Abstand nach unten vergrößert hat.«

Offiziell gilt nach den Erfahrungen des Vergangenheit immer noch der Klassenerhalt als oberstes Ziel. Köln will, so sagte Verteidiger Luca Kilian bei DAZN, einfach »eine geile Rückserie« spielen. Baumgart weiß jedoch auch: »Wenn die Leistung und die Ergebnisse so bleiben, werden wir gewisse Sachen nicht aufhalten.« Dafür werden noch mehr Leistungen wie in Berlin nötig sein. Immer wieder spielten die Kölner schnell in die Tiefe, wo Anthony Modeste lauerte und unter anderem sein zwölftes Saisontor zur 1:0-Führung erzielte.

Und in der Abwehr blieben die befürchteten Probleme aus, nachdem Abwehrchef Rafael Czichos in der Winterpause zu Chicago Fire in die USA gewechselt und Jorge Mere krank ausgefallen war. Kilian und Timo Hübers verteidigten im Zentrum erstklassig. Die Bayern können also kommen.

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