Kommentar zum Ende des Sportlockdowns: Erst die Kinder

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Nun schreiben auch Sportverbände offene Briefe, um Politiker(innen) auf die Notwendigkeit und Legitimation von Lockerungen in ihren Sportarten hinzuweisen. Ihre Argumente sind genauso überzeugend wie die der Dehoga, der Einzelhändler oder der Fußball-Bundesliga-Klubs, um nur einige Beispiele zu nennen. Ja, alle haben aus ihrer Perspektive recht, wenn sie behaupten, keine Pandemietreiber zu sein.

Deshalb können aber noch lange nicht alle öffnen. Weil viele noch so kleine Infektionsrisiken unterm Strich eben doch ein hohes Infektionsrisiko bergen. Das heißt im Umkehrschluss: Wenn geöffnet wird, muss abgewogen werden, was geöffnet wird. Zu priorisieren sind die Bereiche, die wirtschaftliche Bedeutung haben. Dazu gehört der organisierte Sport nicht. Und alsbald er dazu gehört, sollten auch hier Überlegungen angestellt werden, was wichtiger und unwichtiger ist. Kinder und Jugendliche sollten in allen Sportarten wieder aktiv sein dürfen. Das ist wichtiger, als ausgewählte Sportarten für alle Altersstufen zu öffnen. Dieser Aspekt aber geht in der egozentrierten Lobbyarbeit der Fachverbände unter.

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